Die wahre Ursache für Klimakatastrophen Montag, Jul 12 2010 

So, die Fußballweltmeisterschaft ist vorbei, die Welt wird langsam wieder nüchtern, und wir alle schauen uns um und stellen fest, wie beschissen unser normales Leben uns jetzt wieder hämisch entgegengrinst.
Und was da so alles abgegangen ist, während wir nicht aufgepasst haben, weil unser Fokus ganz darauf lag, was sich so in Südafrika abspielt. Natürlich nicht außerhalb der Stadien. Das wäre ja keine Unterhaltung.
Über Sparpakete mit einem lächerlich dünnen Anstrich sozialer Gerechtigkeit über einem bittersüßen Kern aus schmackhaftem Lobbyismus und cremigem Neoliberalismus, über Rauchverbote in Bayern, die so weit über das Ziel hinausschießen, dass sämtliche Shisha-Bars und -Cafés und damit auch meine Stammbar nach derzeitigem Stand der Dinge am 1. August schließen müssen (Vielen Dank, ihr Schweine.) oder ein Gesundheitsreförmchen, das als politisches Unterfangen von gewaltiger Brillianz propagiert wird und doch nicht mehr als ein Zeit und Geld verschlingender Rohrkrepierer ist, wollen wir an dieser Stelle gar nicht weiter reden.
Ich unterstelle euch nämlich einfach mal genug Intelligenz, um diese Punkte ohne ausschweifende Erklärung zu verstehen und trotz der am anderen Ende der Welt ausgetragenen Weltmeisterschaft einer Sportart davon gehört zu haben.
Um es zusammenzufassen: Wir sind am Arsch.
Echt am Arsch.
Einem fetten, haarigen, schlecht geputzten Arsch.
Immer noch, immer wieder und immer mehr.
Aber das kennen wir ja alles schon zur Genüge, und ich werde euch nicht wieder und wieder vorjammern, warum genau und wie sehr wir im Arsch sind.
Sind wir nämlich.
Richtig.
Richtig hart.
Natürlich werde ich euch schon von Zeit zu Zeit ein bisschen daran erinnern, wann, wo und wie wir unsere Nase ein Stück weiter zwischen die Backen drücken und Vorschläge machen, was man tun sollte/könnte/müsste, um sie wieder ein bisschen rauszuziehen und normale Luft zu atmen.
Aber ab und zu braucht der Mensch ja auch etwas, über das er lachen kann. Es sei denn, ihr gehört zu der seltenen Gruppe der sehr begabten Menschen, die darüber lachen können, wie sehr wir alle, sie eingeschlossen, am Arsch sind (Und das sind wir.) – in dem Fall beneide ich euch.
Ich nämlich brauche dafür andere Dinge. Sonst dreh‘ ich wirklich nochmal durch und hau alles kurz und klein, was mich an dieser Welt aufregt.
Und dann ist nicht mehr wirklich viel übrig. Nicht mal ich selbst.

Und ich habe für diesen Zweck – und jetzt kommt’s – soulsaver.de für mich entdeckt.
Ihr wisst schon, diese Seite der ultrakonservativen Christen, für die ACDC des Teufels Advokaten sind, die euch nur vom Pfad der Erlösung abbringen wollen.
Die Zeit, in der man sich gegenseitig Links zu witzigen youtube-videos geschickt hat, ist endgültig vorüber, Lolcats und der Pedobear sind Schnee von gestern – heutzutage geht man auf soulsaver.de und liest sich einige Artikel durch, um sich den Arsch abzulachen!

Deshalbe richte ich hiermit auch höchst feierlich und extra zu diesem Zweck den soulsaver-tag ein und liefere euch den ersten Artikel einer in Zukunft hoffentlich beständigen Serie mit persönlichen Kommentaren zu den geistigen Ergüssen, die mir dabei so unterkommen.

Und das erste, was ich da für euch ausgegraben habe, ist gleich Bullshit von allerfeinster Qualität und Konsistenz. Damit lege ich mir die Latte von Anfang an extrem hoch, aber ich bin zuversichtlich, dass diese Leute es schaffen, noch dämlicheren Schwachsinn zu verzapfen.

Nämlich ein schon etwas betagterer Artikel vom 03.09.2005, in dem es unter anderem um die Flutkatastrophe geht, die damals New Orleans getroffen hat. Ihr erinnert euch?
Schön.
Es geht los mit dem einprägsamen Titel –

Tut Buße!

Ja, ganz recht.

Was muss eigentlich noch alles geschehen, damit ihr aufwacht?

Keine schlechte Einleitung, das könnte von mir sein.

Fällt euch nicht auf, wie sich die Naturkatastrophen häufen und immer schlimmer werden? Das Jahr fing mit der schlimmsten Flutwelle aller Zeiten an, und jetzt wird wahrscheinlich eine ganze Stadt durch die Fluten vom Erdboden vertilgt werden. Und zwar nicht irgendein Städtchen in einem Dritte-Welt-Land, sondern eine Metropole der mächtigsten Nation der Welt! Das sind im wahrsten Sinne des Wortes biblische Ausmaße!

… das wiederum nicht, schon alleine, weil ich nie das Wort „biblisch“ benutzen würde.
Kann übrigens irgendjemand bestätigen, dass sich Naturkatastrophen in Häufigkeit und Schwere wirklich häufen/steigern? Hat da jemand Statistiken zur Hand oder so etwas? Würde mich interessieren – mir wurde nämlich immer wieder überzeugend dargelegt, dass das nicht der Fall ist, sondern ein Eindruck, der den Menschen dadurch suggeriert wird, dass inzwischen praktisch immer irgendwo ein Kamerateam in der Nähe ist, wenn ein Kamel in der Wüste etwas zu laut furzt.
Wir sehen Klimakatastrophen von überall, rund um die Welt in den Nachrichten. Schon klar, dass da ab und zu mal etwas passiert.
Mit „schlimmste Flutwelle aller Zeiten“ ist übrigens der Tsunami in Thailand vom 26.12.2004 gemeint, der ohne Zweifel verheerende Folgen hatte. Die Formulierung dieser Superlative an sich ist allerdings eine Übertreibung… im wahrsten Sinne des Wortes „biblischen Ausmaßes“.

New Orleans wurde „The Big Easy“ („Die große Leichtlebige“) genannt. Ausgelassenheit prägte die Atmosphäre der Stadt.

Oh yeah. Was für eine Stadt.

Aber nicht eine erfrischende, saubere Ausgelassenheit, sondern eine, in der Sünde toleriert und sogar gutgeheißen wurde.

… Ich hab’s kommen sehen.
Ich frage mich, was die Leute von soulsaver.de als „erfrischende, saubere Ausgelassenheit“ bezeichnen würden. Ich muss gerade an alte Frauen in der Kirche denken, die Feuerzeuge in die Höhe halten und „Wenn das Brot, das wir teilen“ mitgröhlen, sich die Kleider vom Leib reißen und dem Priester ihre Stützstrümpfe gegen Krampfadern auf den Altar werfen.
Da sind mir Besoffene und Prostituierte wirklich lieber.
Aber halt!
Denn wenn sie von Sünde schreiben, meinen sie ja gar nicht das!
Sondern…

Genau in der Zeit, in der der Hurrikan „Katrina“ zuschlug, nämlich vom 31.08. bis 05.09., sollte in New Orleans das Homosexuellenfest „Südliche Dekadenz“ mit Zehntausenden Teilnehmern stattfinden.

Ja!
Lasst euch das auf der Zunge zergehen!
Im wahrsten Sinne des Wortes göttliches Timing, was?

Wurde die Stadt deswegen verwüstet? Dieses Urteil zu fällen, steht uns nicht zu. Wir können natürlich die Experten fragen „Ist es wegen der Klimapolitik der USA?“ oder „Ist es wegen der schlechten Koordination der Katastrophenhilfe“? und schnell ein paar Schuldige suchen. Aber was bringt das? Wie soll das die Not der Betroffenen lindern? Fragen wir doch nicht soviel „Warum“, sondern mehr „Wozu?“, um wirklich tiefgreifende Lektionen für die Zukunft zu lernen!

Die Schuldigen haben wir doch – die Schwulen waren’s! Hängt sie auf!
Und das Warum und Wozu ist dann ja in diesem Fall auch klar – Um die Schwulen wegzuspülen!
Case closed.

Aber das „Wozu?“ macht nur Sinn, wenn es einen Gott gibt. Einen Gott, der das Unglück zugelassen hat, damit wir etwas lernen. Was sollten wir daraus lernen? Die Bibel gibt uns Antwort! Das biblische Buch mit den meisten Naturkatastrophen ist die Offenbarung. Hier wird immer wieder das Augenmerk darauf gelenkt, dass die Menschen daraufhin nicht Buße taten:

„Und die übrigen der Menschen, welche durch diese Plagen nicht getötet wurden, taten nicht Buße von den Werken ihrer Hände, daß sie nicht anbeteten die Dämonen und die goldenen und die silbernen und die ehernen und die steinernen und die hölzernen Götzenbilder, die weder sehen noch hören noch wandeln können.“ (Offenbarung 9,20)

„Und die Menschen wurden von großer Hitze versengt und lästerten den Namen Gottes, der über diese Plagen Gewalt hat, und taten nicht Buße, ihm Ehre zu geben.“ (Offenbarung 16,9)

„…und lästerten den Gott des Himmels wegen ihrer Pein und wegen ihrer Geschwüre, und taten nicht Buße von ihren Werken.“ (Offenbarung 16,11)

Das aber bedeutet, dass es Gottes Absicht ist, die Menschen durch solche Katastrophen zur Buße zu bewegen! Und Buße (griech. metanoia) bedeutet nicht, mal schnell religiös zu werden und Gott nur in der Not um ein bißchen Linderung anzuflehen. Es bedeutet, von Grund auf umzudenken, deine ganze Einstellung Gott gegenüber zu verändern, nicht mehr frech von Ihm zu fordern, sondern dich Seinem Urteil über dein Leben zu stellen und dich unter Seinen Willen zu demütigen!

Das aber bedeutet, dass es Gottes Absicht war, Schwule umzubringen.
Gott ist irgendwie echt ein ziemlich fieses Arschloch.
Aber wenn Gott nun diese paar Schwulen umbringt und sie in ihrer Sündigkeit tötet, womit sie ja in die ewige Hölle fahren, um uns alle zum Umdenken zu bewegen und uns den Weg ins Paradies zu gewähren…
… ist er dafür irgendwie immer noch ein Arschloch.

Im Übrigen demütige ich mich vor niemandem. So ein lächerlich minderwertiges Selbstbild habe ich dann doch nicht.

Und was habe ich dann davon? Weißt du, Gott schickt diese Katastrophen über die Menschen, um sie vor der allergrößten Katastrophe zu bewahren: einer Ewigkeit ohne Ihn.

Außer die Schwulen natürlich, die bringt er um und schickt sie damit genau in die andere Richtung.

Könnte er ja auch alles einfacher haben, wenn er akzeptieren würde, dass manche Männer andere Männer mehr liebhaben als andere Frauen.
Kämen auch mehr Leute in den Himmel. Und alle wären wir glücklicher. Die Schwulen und Gott, weil er sie ja eigentlich im Himmel haben will.

enn am Ende der Offenbarung heißt es:

„Und ich sah die Toten, die Großen und die Kleinen, vor dem Throne stehen, und Bücher wurden aufgetan; und ein anderes Buch ward aufgetan, welches das des Lebens ist. Und die Toten wurden gerichtet nach dem, was in den Büchern geschrieben war, nach ihren Werken.[…] Und wenn jemand nicht geschrieben gefunden wurde in dem Buche des Lebens, so wurde er in den Feuersee geworfen.“ (Offenbarung 20,12.15)

Da sitzt dann Gott und liest in seinem Buch, und unter DEINEM Namen steht nur in Schriftgröße 72 „SCHWUL“. Jesus zu seiner Rechten zieht an einem Hebel und du stürzt hinab direkt in die Hölle.
Der Nächste tritt vor, und Gott liest in seinem allwissenden Buch des Lebens, wie viele Weiber der so flachgelegt hat, gibt ihm High Five und öffnet ihm die Himmelstore.
Danach tritt ein katholischer Priester vor – Gott liest in seinem Buch, Jesus zieht am Hebel und er stürzt in die Tiefe…

Wach endlich auf aus deiner Leichtlebigkeit, in der du Gott einen guten Mann hast sein lassen und die Ewigkeit nicht ernst genommen hast!

Wach endlich auf ist gut, auf den Rest dürft ihr meinetwegen scheißen.
Und wenn Gott kein guter Mann ist, der nicht will, dass ihr euer Leben hier und jetzt ernst nehmt und das Beste daraus macht, für euch und eure Mitmenschen, ganz egal, was danach kommt…
Dann ist Gott echt ein ziemlich fieses Arschloch.

Und wir treffen uns dann hoffentlich in der Hölle.
Ich werde nämlich auf jeden Fall da sein.

Was also lernen wir aus der ganzen Geschichte?
Kurz und knackig: Klimaerwärmung gibt es nicht, wir haben keinen Einfluss auf die Natur, wir sind nicht schuld daran, wenn sich solche verheerenden Ereignisse (vermeintlich) häufen.

Klimakatastrophen sind einfach, wenn Gott versucht, Schwule umzubringen.

Denkt nur mal darüber nach! Die Schlüsse, die man daraus ziehen kann!
Deepwater Horizon – mit Sicherheit war da ein schwuler Arbeiter auf der Ölbohrplattform, und Gott lenkt das Öl jetzt an alle Küsten, an denen sich fröhliche freilaufende Schwule genüsslich in ihrer Sündigkeit tummeln.
Der Tsunami von 2004 – Irgendwo war da bestimmt ein Schwuler! Oder auch einer von denen, die hinfahren, um sich mal für ein paar Euro ein vierzehnjähriges thailändisches Mädchen zu gönnen.
Wie viele katholische Priester sind bei dem Tsunami damals eigentlich umgekommen?

Und nicht zuletzt natürlich The Big Easy.
Überlegt mal, ihr könnt da eine klare Linie durch die ganze Menschheitsgeschichte ziehen, seit Adam und Eva.
Und in Zukunft heißt es dann Sodom, Gomorrha und New Orleans.

Das ist ein gutes Motto, das skandieren wir das nächste Mal, wenn wir den ersten Schwulen am Baum in der Dorfmitte aufhängen.
Denn was riefen schon die Kreuzritter, als sie in die Schlacht ritten?

„Gott will es!“

AC/DC und der liebe Gott Sonntag, Mai 30 2010 

Ich war ja kürzlich auf einem ACDC-konzert (Bericht folgt, ich warte immer noch auf die Fotos und Videos, die meine Schwester gemacht hat.) und wie das typischerweise so ist, waren da auch andere Menschen.
Auch Menschen, die ACDC gar nicht mögen.
Sogar Menschen, die ACDC – und Rock allgemein – geradezu abgrundtief hassen.
Und die gehörten nicht mal zur Security, zur Polizei oder anderen organisatorischen Kräften, nein, die waren freiwillig da.
Obwohl sie es hassen.
Da fragt man sich, warum?

Obwohl die Antwort im Nachhinein geradezu offensichtlich und naheliegend ist: Um unsere Seelen zu retten.
Ja, genau.
So was aber auch!
Ich wusste vorher nicht mal, dass die gerettet werden muss! Genau so wie die etwa 80.000 anderen Leute, die dort anwesend waren, um Angus und Co. zu sehen, schätze ich.
Aber so was darf doch nicht sein! So was müsste man uns doch sagen!

Na wenigstens gibt es da noch einige couragierte Leute, die das auf sich nehmen, uns auf den richtigen Pfad zu führen, selbst wenn sie sich dabei dem satanischen Okkultismus und der Trommelfellvergewaltigung, die von ACDC ausgeht, aussetzen müssen.
Wahre Helden.
Aber spulen wir mal zurück zum Anfang der Geschichte.

Dazu müssen wir jenen Moment abpassen, als ich zusammen mit tausenden anderen menschlichen Wesen vom Konzert zu den Parkplätzen wanderte, mit dem seltendämlichen Grinsen purer Glückseligkeit auf dem Gesicht.
Da stand dann nämlich eine neutral gekleidete junge Frau, die mir wortlos ein kleines schwarzes Büchlein in die Hand drückte. Ein kurzer Blick auf das Cover offenbarte den Titel „ACDC – In Rock We Trust“.
Aha.
Naja, wird wohl irgendwelche Fan-literatur sein, denkt man sich, und da man im Zwielicht ohnehin keinen Blick reinwerfen kann, geht man eben weiter.

Und liest sich das Ganze mal zwanglos am nächsten Tag durch. Dabei erfährt man dann zum Beispiel auch, dass dieses weltbewegende Werk von einer Seite namens Soulsaver ausgeht, hinter der… nun, ich sage mal, Christen stehen, die von ihrer Sache sehr überzeugt sind.
Denn es geht um nichts weniger als die Seelen von Millionen und Abermillionen Rockfans!
Wie gesagt lassen Cover und Klappentext des Buches nur schwerlich auf diese Tatsache schließen, das erfährt man erst nach und nach beim Durchblättern.
Dabei muss man zugeben, dass das vordergründig sehr gut gemacht ist. Die erste Hälfte wirkt über weite Strecken wirklich wie einen Überblick über Bandgeschichte und Entstehung des HardRock im Allgemeinen. Allerdings kommt der aufgeweckte Leser nicht umhin, irgendwie einen undefinierbaren Unterton von Gehässigkeit und Geringschätzung wahrzunehmen, der sich immer wieder mal Bahn bricht.
Gegen Ende des Büchleins hingegen werden die Intentionen dabei allerdings immer klarer.
Denn es gibt etwas, was ihr alle nicht wisst.
Soll ich’s euch sagen? Ich schwöre euch, es ist eine intellektuelle Bombe!
Aber behaltet’s für euch.
Psssst… ACDC… ist BÖSE!

Ja, so ist das! ACDC sind des Teufels Advokaten auf dem Planeten Erde! Wie sonst ist zu erklären, dass sich enorm viele ihrer Texte um Satan drehen, um Sex, um Saufen und Ficken?
Denkt an das berühmte Handzeichen der Rocker.
Oder an einen ihrer erfolgreichsten Songs! „Highway to Hell“?
Das kann doch kein Zufall sein!
Zeichen! Zeichen überall!
All jene ACDC-Fans, all diese 80.000 Menschen in Wels, die dachten, sie befänden sich auf einem Rock-Konzert, nehmen in Wahrheit teil an einer okkulten schwarzen Masse, der Huldigung des Satan, mit Angus Young als Hohepriester. So verblendet sind sie von Rhythmus, von Bühnenshow und nicht zuletzt von Alkohol, Drogen und Sexismus, dass sie gar nicht mehr merken, wie sie Gott dem Herrn kollektiv abschwören.

Ausschnitte gefällig?

Wie wär’s mit der Übersetzung des Songtextes von „Hell’s Bells?“
„Glocken der Hölle“. SEHT IHR?!

Ich bin rollender Donner, strömender Regen
Ich nähere mich wie ein Wirbelsturm
Ich blitze quer über den Himmel
Du bist noch jung, aber du musst sterben

Ich mache keine Gefangenen, schenke keinem das Leben
Niemand legt sich mit mir an
Ich hab meine Glocke, ich nehme dich mit zur Hölle
Ich werde dich kriegen, Satan kriegt dich

Glocken der Hölle
Ja, Glocken der Hölle
Du lässt mich die Höllenglocken läuten
Ich bin voll auf Touren – Glocken der Hölle

Ich lasse dir dunkle Schauer über den Rücken laufen
Wenn du ein Fan des Bösen bist, dann stehe ich auf dich
Sieh meinen blendenden Blitz, wie ich die Nacht zerteile
Denn wen sich das Gute links befindet, gehe ich nach rechts

Ich mache keine Gefangenen, schenke keinem das Leben
Niemand legt sich mit mir an
Ich hab meine Glocke, ich nehm dich mit zur Hölle
Ich werde dich kriegen – Satan kriegt dich

Glocken der Hölle
Ja, Glocken der Hölle
Du lässt mich die Höllenglocke läuten
Ich bin voll auf Touren – Glocken der Hölle

Yeow
Glocken der Hölle – Satan kommt dich holen
Glocken der Hölle – er läutet sie jetzt
Glocken der Hölle – es wird heiß
Glocken der Hölle – quer über den Himmel
Glocken der Hölle – sie ziehen dich runter
Glocken der Hölle – sie zerren dich umher
Glocken der Hölle – sie werden die Nacht zerteilen
Glocken der Hölle – es gibt kein Entkommen, yeah

Ow, ow, ow, ow

Glocken der Hölle

Ich schwöre, wortwörtlich so steht’s hier. Und wenn man einem Buch, das einem ein Wildfremder in die Hand gedrückt hat, nicht mehr vertrauen kann – wem oder was kann man dann überhaupt noch vertrauen?
Jetzt ist der Songtext natürlich an einigen Stellen sehr geschickt übersetzt, allgemeinen scheint es eine sehr lockere deutsche Interpretation zu sein.
Dumm sind die ja nicht, das ist sehr kunstfertig durch ein paar vordergründig gleichbedeutende Wörter so getrimmt worden, dass es sich noch ein bisschen satanistischer anhört.

Aber was machen schon Texte, richtig? ACDC, selbst mit dem einprägsamen Gesang von Scott und Johnsson (die überaus süffisant beschrieben werden: „[…] der sich anhört, als hätte er harten Stuhlgang.“ wäre nichts ohne die eingängigen Riffs der Gitarren.
Und selbst wenn der Text irgendwie böse klingt, das machen doch viele. Über Teufelsanbetung, Okkultismus, Saufen, Ficken und allerlei Rauschzustände durch bewusstseinsverändernde Substanzen singt ja quasi immer grade irgendjemand.
Irgendwo auf der Welt.
Gerade in diesem Moment.
Ihr könnt euch sicher sein.

Doch weit gefehlt, ACDC ist nicht nur eine einfache Spaß-band, der es um die Musik geht.
Nein, sie wollen euch verlocken, Gott dem Herrn abzuschwören!
So berichten es dann gegen Ende des Büchleins auch zahlreiche Ex-fans – treffend als „Aussteiger“ bezeichnet, denn es handelt sich hier ja um eine gemeingefährliche Sekte.
So haben viele nach einem einschneidenden Erlebnis beschlossen, dem Mammon abzuschwören und haben alles in ihrem Besitz, was im Entferntesten mit den rockenden Satanisten in Verbindung gebracht werden könnte, verbrannt und zerstört. Denn sie haben im Glauben ihre wahre Erlösung gefunden.
Und IHR könnt das auch.

Aber allen Ernstes, wenn ihr das tut, hört auf, meinen Blog zu lesen, sprecht mich nicht an und geht mir bloß aus dem Weg. Alles andere wäre wirklich ungesund für euch.
Wir ACDC-fans essen Christen nämlich zum Frühstück.
Das und Ecstasy-Tabletten in einer Schüssel mit Whisky. ACDC-Cornflakes nennt man das.
Man muss schließlich gestärkt in den Tag gehen, wenn man viele Frauen vergewaltigen und Kirchen entweihen will.

Es geht um real existierende satanische Mächte, und darum, welchen Einfluss Du ihnen in Deinem Leben gibst. Entscheide Dich für die Seite des Lichts.

Es ist nicht zu spät, Anakin.

Übrigens habe ich mich auch auf der entsprechenden Seite soulsaver.de ein bisschen umgesehen.
Ihr würdet ja gar nicht erraten, was noch so alles richtig böse ist, wovon ihr gar nichts ahnt!
Metal zum Beispiel. Alles Heiden!
Sex and the City außerdem! Ich meine, wenn etwas schon das Wort „Sex“ im Titel hat! Das KANN nicht gut sein!

Und die aktuellen Überschwemmungen in Polen sind übrigens Vorzeichen einer nahenden zweiten Sintflut.
Ich bin sicher, das wusstet ihr auch noch nicht.

Als Abschluss kopiere ich einfach mal einen Wortwechsel zwischen mir und einem der freundlichen Verantwortlichen von soulsaver.de, der sich in den Leserbriefen in der Kategorie „Musik/Szene“ abgespielt hat.

Wieder mal eine der vielen Gelegenheiten, wo man zwischen die Wahl zwischen Lachen und Weinen gestellt wird.

Eden:

Hallo.

Ich war vor Kurzem auf einem ACDC-konzert in Wels, Österreich und bekam dort von einem netten Menschen das schöne Büchlein „ACDC – In Rock we trust“ in die Hände gedrückt.
Hielt es zunächst einfach für ein Fanbüchlein, sehr unverfänglich gemacht, Cover und Klappentext lassen praktisch nicht auf den Inhalt schließen.
Als ich es mir auf der Autofahrt nach Hause ein bisschen genauer angesehen habe… nimm’s mir nicht übel, aber die meisten Passagen haben bei meinem Bruder, seiner Freundin, meiner Schwester, ihrem Mann und mir für die besten Lacher des Tages gesorgt.
Und die Leserbriefe und die Antworten darauf bestätigen meinen ersten Eindruck nur – Ihr sprecht hier von Erlösung und Liebe, aber dass ihr behauptet, die Menschen zu lieben und ihnen helfen zu wollen, ist hinsichtlich eures Verhaltens eine derart scheinheilige Behauptung, dass jeder Mensch mit Intelligenz über Zimmertemperatur euch durchschauen wird.
Ihr liebt nur die Menschen, die so sind wie ihr es wollt, und allen anderen wollt ihr die selbe Meinung aufdrücken. Wenn ihr wirklich dem humanistischen Ideal der Philanthropie nahestehen würdet, würdet ihr die Menschen so akzeptieren und lieben wie sie sind und sich wohlfühlen – und nicht versuchen, sie zu etwas zu drängen, was sie nicht sind und auch nicht sein wollen.
Eine ganze Musikrichtung oder die gewaltige Fan-gemeinschaft einer Band, die so populär wie ACDC ist, zu verteufeln, ist viel zu simpel gedacht und zeugt nicht wirklich von Verständnis, Nächstenliebe oder Toleranz – zumal man Kunst als Ausdruck von Emotion, Leidenschaft und Hingabe erst recht nicht so kategorisieren kann, wie es hier zur Schau gestellt wird.
Und an dieser Stelle, fang bitte erst gar nicht mit Bemerkungen an, dass diese Menschen nur gerettet und erlöst werden sollen, dass es zu ihrem Besten ist, auch wenn sie es vielleicht nicht wollen.
Du kannst nämlich nicht beweisen, dass du Erlösung anbietest. Natürlich, ich kann auch nicht beweisen, dass du es nicht tust, aber das ist für mich auch nicht von Bedeutung. Ob Gott nun existiert oder nicht, an meinem Verhalten wird das nichts ändern. Ich stehe zu meinen moralischen Prinzipien, die ich habe, und zwar, oh Wunder, nicht weil ich sonst in der Hölle schmore, sondern weil ich davon überzeugt bin. Und obwohl ich ACDC-fan bin. Und ich akzeptiere andere, so wie sind, mit all ihren Stärken und Vorlieben, auch mit all ihren Schwächen.
Und damit bleibt mir am Ende die Erkenntnis, dass ich, obwohl ich jedwede Ideologie, ob nun Christentum, Islam, Hinduismus oder jede andere Glaubensrichtung ablehne, doch eine christlichere Moral vertrete als ihr mit eurem scheinheiligen, leeren Gerede und eurer platten Ablehnung von allem, was euch, aus welchen Gründen auch immer, nicht in den Kram passt.
Sollte Gott existieren und ihm das nicht passen, dann ist er so oder so nicht anbetungswürdig für mich.
Und rein hypothetisch… WENN Leute wie ihr in den Himmel kommen, dann hat der Rest von uns es mit der Hölle eigentlich recht gut getroffen. Da kann’s nur angenehmer sein.
Dass ihr es nötig habt, am Ende eines Konzerts Bücher zu verteilen, die äußerlich auf Fan-Literatur getrimmt sind, ist dabei schon Armutszeugnis genug.
Nebenbei bemerkt solltet ihr euch vielleicht überlegen, ob es so effektiv ist, die Leute genau dann mit eurer intoleranten Botschaft zu nerven, wenn sie nach einer genialen Live-performance gerade so richtig begeistert von der betreffenden Band sind.
Ja, richtig, genau dann werdet ihr natürlich Chancen haben. ;]
Und nerven tut ihr sie in dem Moment, wie eure Intentionen nun auch sind. So simpel ist das in dem Fall tatsächlich. Die Tatsache, dass ihr da nicht einfach mal zurücktreten und den Fans ihren Spaß lassen könnt, ist schon Beweis genug für euren Fanatismus.

Kleiner Test am Rande: Hat zum Beispiel ACDC in deinen Augen denn auch etwas Gutes erreicht?

Das wär’s auch schon, ich hoffe, der ein oder andere ACDC- oder Rock- bzw. Metalfan fühlt sich durch diesen Leserbrief etwas vertreten und gestärkt.

Man liest sich.

intolerantes Arschloch ali:

Ac/DC sind nichts anderes als unübersehbar körperlich verfallene, übliche Verdächtige Popgeschäftsleute auf Abkassiertour,sie sind Präsidenten einer Parallelwelt des Pop unter alten Hüten (ja, richtig:wegen der Glatzen, udo L. lässt grüssen), die in den engen Grenzen ihres Sounds einen simplen Beat mit noch geloopterem Refrain (fast technomässig immer das Gleiche) in postmodernem Diktum präsentieren, Stücke, deren Struktur-Simplizität und schnaubender Rhythmus irgendwann durch schnelle, sparsame (immerhin!) Soli überfingert werden und abrupt enden, als würden sie sich nach einer Überdosis Testosteron plötzlich übergeben (da könnte jedem das kotzen kommen, im Ösiland sind die Vögel verrückt geworden und der Rindenmulch hat gestunken. hunderte mussten behandelt werden) Der am eigenen Erbrochenen zugrunde gegangene Bon Scott wird sich wegen der grenzenlosen Geschäftstüchtigkeit und Todesvermarktung seiner Geschäftspartner des öffteren im Grabe drehen.
Warum gehen soviel Alte Rocker auf diese Konzerte? Brauchen sie Trost? Natürlich! Trost über das schreckliche Älterwerden brauchen diese Menschen, ja, sie haben grosse Probleme damit. AC/DC-Fans wie du lieben einfach einfache Musik und freuen sich, wenn sie „Black Ice“ immer und immer wieder zu hören bekommen.Sie machen ja am Fliesband auch immer die gleichen Bewegungen. Warum sollten sie ihre Gehirnwindungen überdehnen, oder gar an Neues gewöhnen. Der Weg zu Hölle ist der Weg der Masse der Verdummten nach.Ein Tanz der Lemminge halt.Schade um jeden, der für so ein billiges Vergüngen die Ewigkeit verspielt. Es gibt keinen Rocker-Himmel.

Eden:

Welch wunderschöne Hasshymne. Könntest du auch ein bisschen auf meine Argumente eingehen statt dich nur hinter fabülos formulierten Beleidigungen zu verstecken und damit auszuweichen?
Und was wäre eigentlich schlecht daran, einfache Musik zu lieben – unterstellt, es wäre im Falle von ACDC so – ? Ist daran etwas Verwerfliches? Ist Musik nicht etwa nach Aspekten der Schönheit der Melodie, des Rhythmus und des Gesangs zu beurteilen sondern nach ihrer Kompliziertheit?
Ich bitte dich, so etwas Lächerliches.
Und du magst es vielleicht nicht mögen, deine Sache. Andere Leute aber schon. Was soll daran falsch sein?
Und wenn du behauptest, sie wären nicht bereit, sich an Neues zu gewöhnen, dann muss ich da vor allem hinsichtlich extremistischer Religionsangehöriger, die sich zwanghaft an veralteten Interpretationen festklammern oder dem Beispiel der katholischen Kirche, die sich bewundernswert standhaft gesundem Menschenverstand widersetzt, doch sehr lachen.

Stimmt, einen Rockerhimmel gibt’s nicht. Den haben wir schon auf Erden, da müssen wir keiner Ideologie und keinem Versprechen von Erlösung nachhängen, dass sich am Ende genau so gut als falsch herausstellen kann.

christlicher Fanatiker ali:

Wie oft habe ich die AC/DC schon gehört. könnte fast zu Angus sagen: See ya‘ next time, same time, same program.ich habe keinen Bock, Angus & Co. zum 150sten Mal zu kommentieren. wozu auch?! Die gleiche Show, die gleiche Setlist, die gleiche Leier, seit Jahr und Tag. Und das mit einer Lautstärke, dass die Stöpsel im Ohr Rock’n’Roll tanzen.Aber bald bekommt auch dies Krachcombo ihr übliches rheumatisches Tanzbein und lässt vom Band Rocken. Die besoffenen Fans im Stadion merken eh nichts mehr. Alllohol macht Birne hohl.Lange bevor in der Heavy-Metal-Musik die Stunde der grunzenden Satansanbeter schlug, war der kleinwüchsige Gitarrenteufel Angus schon am lärmen.Da Hardrockmusiker zu Beelzebub ein betont freundschaftliches Verhältnis unterhalten, kultivieren auch die AC/DCs das Handzeichen des Teufels: Die abgespreizten Finger der „mano cornuta“ sind unschwer als Hörnchen zu erkennen.Schon Dio, der „Erfinder“ der satanischen Pommesgabel brüllte schon mal was vom Himmel und Hölle, Heaven & Hell.Der Rockhimmel ist leider für viele ein „Highway to Hell“ und endet auch dort.Sturzbesoffene Festivalproleten wollen das nicht wahr haben. kann ich vertehen.jeder süchtige verteidigt die droge, die ihn umbringt. Aus unserem menschlichen verlangen, den himmel auf diese erde zu holen, haben wir die hölle oder die vorhölle geschaffen. die rocker machen die begleitmusik dazu. „The show must go on.
see u in heaven.

Eden

Stimmt, Alkohol macht die Birne hohl.
Dogmatismus aber auch. ;]

Aber du hast schon wieder keine meiner Fragen wirklich beantwortet oder irgendeines meiner Argumente widerlegt.
Du warst also so oft auf deren Konzerten, dass dir das alles schon zum Hals raushängt und das Handzeichen befremdet dich?
Einfache Lösung – geh‘ nicht mehr hin.
Lass den Leuten ihren Spaß auf den Konzerten und generell überhaupt ihren Glauben, so wie sie dir das Recht auf deinen zugestehen.

Der Vergleich von Rockmusik und Fans zu Drogen und Süchtigen ist übrigens genial, wirklich. Fände es interessant, ob du das wissenschaftlich belegen kannst, also eine körperliche oder psychische Abhängigkeit? Gibt es da Studien oder Forschungen auf dem Gebiet?
Da kann ich ja auch genau so gut ein Suchtverhältnis bei dir und deiner höchst fragwürdigen Einstellung zu Religion unterstellen.
Und „das menschliche Verlangen, den Himmel auf die Erde zu holen“, bezeichnest du also als falsch? Zielen christliche Ideale nicht genau darauf ab? Die Erde zu einem besseren Ort zu machen? Nächstenliebe, Toleranz, das Streben nach Gerechtigkeit?
Wenn das die Vorhölle ist, kann’s so schlimm da nicht sein.

Aber nochmal. Hör‘ auf, mir auszuweichen und fang an, zu diskutieren, statt die immer gleichen, gehaltlosen Hassbotschaften runterzuleiern.
Die Nummer ist in etwa genau so langweilig und abgedroschen, wie es ACDC-Musik für dich ist. =P

Übrigens hast du meine Frage nicht beantwortet – Hat ACDC denn deiner Meinung nach auch etwas Gutes bewirkt?

Sektenmitglied ali:

was hat der hinweis auf jesus mit dogmatismus zu tun?
niemand kann mir verbieten meine meinung zu sagen oder zu verteilen.
auch AC/DC-fans müssen sich ans grundgestz halten. bei uns gibts meinungsfreiheit.
ausserdem kann ich hingehen wohin ich will. ich will dahingehen wo leute in die irre gehen. und leute, die singen „i am on the highway to hell“ sind krass auf dem holzweg ins verderben.
Zu Rockmusik und Drogen hier mal ne kurze Liste:
1. The VU – Heroin
2. Beatles – Happiness is a warm gun
3. Oasis – Cigarettes & Alcohol
4. Northside – Shall we take a trip (richtig gut ist das allerdings nicht)
5. Primal Scream – Higher than the sun (sicher nicht so explizit, aber…)
6. Joint Venture – Hank starb an ner Überdosis Hasch
7. Neil Young – The needle and the damage done
8. Westernhagen – Johnny W.
9. Falco – Ganz Wien
10. Ambros – Do schwoaza Afghane
11. Can – Mushroom
12. Ramones – Now I wanna sniff some glue
13. Underworld – Born slippy
14. Happy Mondays – God’s Cop
15. Ton Steine Scherben – Shit Hit und:
Cold turkey, J. Lennon
Waiting for my man, VU
To drunk to fuck, Dead Kennedys
Kein Alkohol (ist auch keine Lösung), TH
Kaya – Bob Marley & The Wailers
Suede – Heroin
The Beatles – Happiness is a warm Gun
Velvet Underground – Heroin / Waiting for my man
Primal Scream – Medication
Beck – MTV makes me wanna smoke crack
Ramones – Now i wanna sniff some glue
Suicide – Speed Queen
Hefner – the Hymn for the Alcohol
Beck – Alcohol
Pretty Things – LSD
Jefferson Airplane – White Rabbit
The Verve – now the drugs don´t work
Sonic Youth – Mom i gave the cat some acid

übrigens: christen wollen die welt nicht verbessern, sie glauben an den himmel.
diese welt ist nicht zu retten. sie wird vergehen.
ausserdem ist berechtigte kritik keine hassbotschaft. das böse als böse zu bezeichnen ist richtig und wahr.

ich glaube nicht,dass angus&Co bisher viel gutes bewirkt haben. für mich sind das eiskalte geschäftsmänner, die über leichen gehen. als damls bon scott ums leben kam, haben sie den medienhype ausgenutzt und seine songs mit einem neuen sänger eingesungen und massenhaft vermarktet. eben eiskalt und berechnend. finde ich eher schlecht.du nicht?

Eden:

Ich habe nicht gesagt, der Hinweis auf Jesus wäre Dogmatismus.
Als Dogmatismus bezeichne ich vielmehr die Tatsache, dass du hier angibst, den Weg zu einer immerwährenden Erlösung aufzuzeigen, obwohl es dafür keine Beweise, ja nicht einmal Indizien gibt – trotzdem verkaufst du das als Tatsache.
Das ist Dogmatismus.
Und Menschen mit derartig haltlosen Versprechen zu locken, ist gleich doppelt schamlos.

Und wo bitte habe ich dein Recht auf freie Meinungsäußerung in Frage gestellt? Mach dich nicht lächerlich.
Wenigstens nicht mehr als ohnehin schon.
Was ich gesagt habe war, wenn dich ihre Musik und das ganze Drumherum derart stört, dann bleib‘ ihren Konzerten eben fern. Niemand zwingt dich, hinzugehen.
Und auch die Fans haben das Recht, das zu hören und zu mögen, was sie wollen, wenn du schon auf dieser Schiene argumentieren willst.
ACDC hat kein geltendes Recht verletzt, wie sehr du den Merchandising-Apparat auch verteufelst, damit befinden sie sich nur im Rahmen einer Entwicklung, die überall um sich greift, und das nicht nur im Musikgeschäft.
Und wenn du schon so interessiert an unserem Grundgesetz bist, dann befasse dich auch mal mit Artikel 2, der die Freiheit der Person, unter anderem das Recht auf freie Persönlichkeitsentfaltung beinhaltet. Darunter fällt der Musikgeschmack für mich ziemlich eindeutig.
Und was den Songtext angeht, würde es mich doch sehr schwer wundern, wenn alle, die Highway to Hell gut finden, so verlorene, depressive und hilflose Persönlichkeiten wären wie du es hier darstellst.
Es gibt Leute, die finden das gut. Es gibt Leute, die glauben nicht daran, dass die Hölle real ist. Oder Gott. Das sollte man akzeptieren können – denn, ich sage es noch einmal, du kannst nicht wissen, dass du Recht hast. Kann genau so gut sein, dass die anderen richtig liegen.
Schlechtere Menschen sind das deswegen nicht. Und schon gar nicht sind sie alle chronisch depressiv, hilflos und verloren.

Was deine Liste letzlich angeht; Ist ja toll, dass du eine Reihe von Liedern aufzählen kannst, die das Thema Drogen behandeln, aber das impliziert keine körperliche oder psychische Abhängigkeit der Fans zur Rockmusik.
Ganz besonders, wenn man sich deine Liste ansieht und sie in Relation zur Anzahl aller veröffentlichten Songs im Rock-genre setzt.
Legst du’s eigentlich drauf an, mich zum Lachen zu bringen?

Achja, wenn Christen diese Welt übrigens nicht verbessern wollen, weil sie ohnehin nicht zu retten ist – warum gebt ihr euch dann die Mühe, ACDC-Fans nach dem Konzert auf eure Seite zu ziehen?
Lass mich raten, weil ihr sie retten wollt, stimmt’s?
Ich vergaß.
Ohnehin ist die Aussage, dass der Versuch, diese Welt zu verbessern irrelevant sei, ziemlich fragwürdig und steht für mich eigentlich in direktem Kontrast zu dem, was ich als christliche Ideale definiere. Himmel oder nicht, momentan sind wir hier, und vielleicht ist das Hier und Jetzt alles, was wir bekommen. Sich in Hoffnung eines nächsten Lebens, für das es keine Indizien gibt, mit Zuständen, die Leid verursachen, abzufinden, ist einerseits höchst fragwürdig.
Und zum anderen kann mich ein Gott, der das von mir verlangt, mal höchst genüsslich an meinem haarigen Arsch lecken.
Und was du hier verbreitest, ist längst keine berechtigte Kritik mehr. Du propagierst pauschale Vorurteile nach dem Schwarzweißraster, suchst dir einen simplen Sündenbock und ignorierst alles andere.

Und dass alte Songs mit Brian Johnsson neu eingesungen wurden, ist Massenvermarktung? Würde vielleicht zutreffen, wenn Johnsson sofort populärer gewesen wäre als Scott und man sich davon eine gewaltige Gewinnsteigerung hätte erwarten können oder die Popularität erst mit ihm gekommen wäre.
So aber… Johnsson singt jetzt nunmal auch bei allen Live-auftritten. Auch die alten Songs. Wenn Fans seine Performance dabei gut finden, können sie sich die Neuvertonung kaufen. Wenn nicht, müssen sie’s nicht.
Abzocke?
Moralisch bewegt man sich dabei zweifellos auf dünnem Eis, da stimme ich dir zu.

Mir geht es aber vielmehr darum, dass du mir vielleicht eine konkrete Sache nennst, die du an ACDC gut findest.

Der Antichrist ali:

Die Jungs singen immer wieder von Hölle und Satan, sind also so etwas wie musikalische Teufelsanbeter.Auch wenn sie es nur so zum Spass machen. Mit dem Tefel und Hölle spielt man nicht. Es gibt Tabus.Aushilfssänger Brian Johnson wird sich darüber eins grinsen, und vielleicht an seine Vergangenheit im Kirchenchor zurückdenken.Hat er dor die Töne schon so gepresst? Hatter damals schon harten Stuhlgang? Pass also nicht! Und an Charity-Veranstaltungen wie Johnson in seiner Heimatstadt Newcastle nimmt man als Satanist auch nicht teil.Er ist sicher kein Satanist, aber erverdient mit SAtan seine Kohle. Das geht nicht gut aus. Denken wir an Bon Scott, der an seiner Kotze ersticken musste.
Zugegeben, die Texte sind schon heftig teuflisch.Jeder,der das hört sollte merken dass er ohne Geschwindigkeitsbegrenzung Gottes sein Leben lebt und dadurch auf dem Weg in die Hölle ist – so die Band in Highway To Hell – , der hat jetzt die Möglichkeit, den Fuss auf die Bremse zu stemmen und anzuhalten. Und die Textzeile „Hey, Satan, ich habe meine Schuldigkeit getan“, kann nur jemand ernst nehmen, der den Teufel höher ansiedelt als es ihm gebührt, vielleicht sogar auf eine Stufe mit Gott stellt.Der Teufel ist Realität, aber er ist nicht Gott und er fordert auch keine Rechenschaft. Der Teufel ist nichts anderes als ein gigantischer Lügner und Mörder. So ein Denken macht den Teufel im Kopf von Menschen überhaupt erst mächtig. Anders bei AC/DC. Denn in ihren Texten wird deutlich: Sie nehmen Satan und Hölle nicht wirklich ernst – zumindest nicht in d e n Bildern, in denen die uns immer wieder vermittelt werden. Und vor diesen B i l d e r n muss man nun wirklich keine Angst haben.Aber es gibt nunmal die Realität des Todes, die Realität der Hölle und die Realität des SAtans. Wir Menschen haben kein Recht dait zu spielen, oder diese Dinge der Lächerlichkeit zu opfern.AC/DC verdienen mit diesem bösen Spiel Millionen und sind mit verantwortlich, dass ihr Fans massenhaft in Hölle rennen.Diese Lemminge spühren etwas von ihrer Verlorenheit, darum konsumieren sie Massenhaft flüssige Drogen.Diese Musik macht dicht, Alkohol macht dichter. DA kann man vergessen. Nur für kurze Zeit, denn am nächsten Morgen ist der Dämon wieder da. Wer wirklich auf Gott vertraut, der wird sich nicht über Satan lustig machen…oder wsird gar über ihn singen. SEr biegt vom Highway To Hell ab und ruft sienn Mitmensch zu, kehrt um, bevor es zu spät ist.

Verdammt geiler Typ mit einem riesigen Schwanz Eden:

So, der letzte Leserbrief von mir, die ganze Diskussion ermüdet mich langsam einfach, sie führt zu überhaupt nichts.

Mir bleibt schlicht zu sagen, dass ich mich mit dieser Einstellung, von der Richtigkeit des eigenen Glaubens und des Verderbens aller anderen so felsenfest überzeugt zu sein, überhaupt nicht anfreunden kann.
Zumal, wenn ich in solchen Äußerungen eine massive Herabwürdigung der betreffenden Menschen sehe, ACDC und deren Fans jetzt einmal exemplarisch genommen.
Du glaubst an das, sie an etwas anderes. Und ich bin mir ziemlich sicher, dass die ÜBERWÄLTIGENDE Mehrheit der ACDC-fans ihre Band nicht als Ersatzreligion oder sogar Opposition zum Christentum begreift, ob und woran sie glauben, kannst du aus der Tatsache, welche Musik ihnen gefällt, nur schwer ablesen.
Wer da am Ende mit seinem Glauben Recht hat, kann niemand sagen.
Und das stört mich, dass du die Richtigkeit DEINES Glaubens als Tatsache verkaufst.

Das, und dass du meiner Meinung nach sehr simpel denkst und bei vielem lange nicht alle Faktoren berücksichtigst, die in bestimmte Ereignisse hineinspielen.
Bon Scotts Ersticken am eigenen Erbrochenen als Strafe zu begreifen, halte ich zum Beispiel für sehr fragwürdig – es gibt genug Menschen, die sich um einen moralischen Lebenswandel bemühen, darunter auch gläubige Christen, die unverdient jung sterben, jünger als Scott.

Aber was soll’s, wie gesagt, das ist mein letzter Leserbrief an der Stelle, das führt einfach zu nichts.

Man liest sich.

religiöser Rattenfänger ali:

(Römer 6:23) Denn der Lohn, den die Sünde zahlt, ist der Tod, die Gabe aber, die Gott gibt, ist ewiges Leben durch Christus Jesus, unseren Herrn.
das gilt für alle. auch für dich.
in god, i salute you.

Manche Leute sind so resistent gegen Logik wie ich anscheinend gegen Schweinegrippe.

Zu der ganzen Thematik bleibt mir eigentlich abschließend nur nochmal zu wiederholen, was ich schon in einem der Leserbriefe erwähnte habe;
Wenn SOLCHE Leute in den Himmel kommen, dann fährt der Rest von uns mit der Hölle eigentlich recht gut.
Immerhin haben wir da unten dann ACDC. Und so gut wie jeden anderen modernen Musiker, ne ganze Menge Wissenschaftler und Philosophen und viele andere andere intelligente Menschen, wenn man sich so ansieht, gegen was die noch so alles sind.
Da unten muss es ja paradiesisch zugehen.

In diesem Sinne:
Now listening: ACDC – Highway to Hell