Konzertrückblick: ACDC in Wels, 22.05.2010 Freitag, Jul 2 2010 

Ja, ich weiß.

Das hat verdammt lange gedauert und es ist mittlerweile ewig her, trotzdem liefere ich jetzt doch mal meinen kleinen Rückblick auf das ACDC-Konzert in Wels am… 22.05.2010, wenn ich mich richtig erinnere.
Einerseits, weil mir langweilig ist und ich heute zu fertig und abgewrackt bin, um noch großartig etwas zu unternehmen, andererseits, weil ich zu faul bin, etwas Anspruchsvolles zu schreiben… und weil ich mich grade mit ACDC-songs zudröhne und in süßen Erinnerungen schwelge.
Außerdem habe ich vor Kurzem erst die Fotos und Videos bekommen, die meine Schwester gemacht hat… und die sind zum großen Teil scheiße, deshalb werd‘ ich ein bisschen mit youtube-videos von anderen Konzertbesuchern aushelfen. ;]

Unsere Geschichte, meine Freunde, beginnt am 24.12.2009.
An jenem Weihnachtsabend nämlich, als ein festlich-zynisch gestimmter Eden zusammen mit seiner zugehörigen parasitären Lebensform Freundin in deren Elternhaus das Fest der Nächstenliebe beging.
Was besagter Eden nicht wusste und auch nicht im Geringsten erwartete, war, dass die Eltern seiner Freundin ihm nicht nur irgendwie Socken oder irgendetwas aus dem 1-Euro-Laden schenken würden, sondern sich über besagte Freundin mit seinen Eltern und Geschwistern abgesprochen und zusammengelegt hatten, um eine Karte für das ACDC-Konzert in Wels zu kaufen, samt Gutschein für „Verpflegung“ (Damit ist natürlich ausdrücklich flüssige Verpflegung gemeint.).
Entsprechend fiel auch Edens Reaktion aus. Ich glaube, ich war noch nie so kurz davor, den Satz „Ich liebe dich.“ in den Mund zu nehmen.
Den ich bis zum heutigen Zeitpunkt nur in Bezug auf… naja, ACDC, bestimmte Italo-Western und seit Kurzem Thomas Müller verwendet habe.
Noch besser wurde das Fest der materialistischen Nächstenliebe dann, als der werte Herr Eden zusammen mit Freundin in der Einfahrt des eigenen Elternhauses vorfuhr, um den Rest des Abends dort zu verbringen – und sein sichtlich alkoholisierter Bruder aus der Tür stürzte und „ACDC!“ schrie.
Stellte sich heraus, dass man nicht nur ihm, sondern dass seine Freundin, meine Schwester und ihr Ehemann sich bei dieser Gelegenheit gleich selbst ebenfalls Karten bestellt hatten.
Damit war also eine unheilige Allianz aus HardRock-Fanatikern und Säufern geboren, die Monate später in die tiefen, unzivilisierten Weiten Österreichs aufbrach.

An diesem Punkt spulen wir einfach mal vorwärts.
Damit verpassen wir ohnehin nur die Autofahrt mit vielen absurden Gesprächen über schlechte österreichische Autobahnen, Transsexualität bei Kleinkindern (ich sehe mich außer Stande, den Ursprung dieses Gesprächsthemas zu erklären… ) und unzähligen unsäglich schlechten regionalpatriotischen Witzen von Bayern über Österreicher.

Wir stoppen also einfach mal an dem Punkt, wo wir uns auf dem Parkplatz unweit des Konzertgeländes befinden und die drei Vorbands nacheinander ihre Auftritte hinlegen.
Dazu muss ich sagen, die habe ich allenfalls im Hintergrund gehört, während wir uns auf dem Parkplatz etwas Alkohol zugeführt, mit österreichischen Fans darüber gestritten haben, warum ihr „Bier“ nicht mal den Namen verdient, wenn man es mit dem bayrischen Repertoire vergleicht, unsäglich zugerichtete Dixie-klos bestaunt, darüber diskutiert haben, was passiert wäre, wenn Frauen den zweiten Weltkrieg geführt hätten…


… oder uns gefragt haben, wie blöd man sein muss, mehr als achtzig Euro für eine Karte zu blechen, wenn man sich unmittelbar vor dem Auftritt der Band ins Koma säuft.

Übrigens waren die Bewohner von Wels sehr einfallsreich, was das Unterfangen anging, mit dem Konzert Geld zu verdienen oder es auch ohne Karten zu erleben.
Mein persönlicher Favorit:

Erst als die dritte Vorband sich seit etwa einer Viertelstunde abmühte, etwas Leben in das Publikum zu bringen, das zum größten Teil nur stoisch auf den Auftritt von Angus und Co. wartete, setzten auch wir uns langsam in Bewegung und boxten uns durch zunehmend dichter werdende Fanmassen (Ihr könnt das ruhig als zweideutige Formulierung verstehen.).
Dabei kamen wir dann zum Beispiel auch hieran vorbei:


Und jetzt stellt euch vor, ihr wärt eine billige Schlampe, die sich da drin von einem der Bandmitglieder flachlegen lässt.
Totally worth it.

Naja, jedenfalls mussten wir nicht mehr lange warten, als wir uns bis zu einer akzeptablen Position vorgekämpft hatten.
Dazu muss ich allerdings noch eine Erkenntnis aussprechen, die zwar alles andere als neu ist, sich mir auf dem Weg dorthin aber wieder einmal bestätigt hat;

Rockbands haben die absolut schärfsten weiblichen Fans der ganzen Musikbranche. Hautenge Lederkleidung und blinkende Teufelshörner sind eine unschlagbare Kombination.
Da kann jeder Rapper mit seinen billigen fettärschigen Nutten einpacken.
Wenn ich nicht so ein moralisches Weichei wäre, hätte die Tatsache, dass meine Freundin sich selbst keine Karte für das Konzert gekauft hat, ganz schnell nach hinten losgehen können.
Oder um es mit den Worten meines Bruders und meines Schwagers auszudrücken:

„Schau dir diese Schlampen an. Würden normalerweise alle nur fünf Euro kosten.“
„Und sie wären jeden Cent wert.“

Den Blick meiner Schwester nach dieser Antwort überlasse ich eurer Fantasie.

Nunja.
Nach einigen amüsanten Darstellungen, was exzessiver Alkoholkonsum so alles anrichten kann – wie zum Beispiel von jemandem, der mitten in einer Menschenmenge seinen Schwanz auspackt und einem anderen ans Hosenbein pisst, oder ein anderer, der auf den Dächern einer Reihe Dixie-klos herumspringt und sich sehr ästhetisch brutal auf die Fresse gelegt hat (ich weiß, das ist gemein, aber mein Bruder und ich haben uns bei dem Anblick kaputtgelacht.) – kam dann auch schon das, worauf ich… nunja… daran gemessen, dass mein Bruder mir mit sechs Jahren damals die erste selbst zusammengestellte Kassette mit ACDC-songs vorspielte… dreizehn Jahre lang gewartet hatte;


Und hier nochmal das Intro bei einem anderen Konzert, schöner zu sehen, für diejenigen unter euch, die’s nicht kennen. (Und ja, schämt euch was.)

Ich werde jetzt nicht auf jeden einzelnen Song eingehen, dazu ist meine Erinnerung zu verwaschen, auch ohne wirklich exzessiven Alkoholkonsum.
Zudem ist Stimmung und Atmosphäre hier ohnehin nicht in Worte zu fassen für diejenigen, die nicht anwesend waren. Das wäre ja, wie einem Blinden ein farbenprächtiges expressionistisches Gemälde zu erklären.
Oder Gott in Worte zu fassen. Denn „Gott“ ist ja letztendlich auch nur ein Wort, ein Versuch des Menschen, einer Hypothese, die seine Vorstellungskraft übersteigt, irgendetwas Greifbares aufzuzwingen.
Letztlich wäre beides irgendwie unvollständig, ein Abglanz, nicht vergleichbar mit dem Objekt der Beschreibung.

Ich kann euch allerdings zum Beispiel erzählen, dass gerade zu Beginn des Konzerts das wechselhafte Wetter noch einmal stark umschlug und es wie aus Eimern zu pissen begann.
Und ich kann euch erzählen, dass das die Stimmung, zumindest in meiner Umgebung, keineswegs gedrückt, sondern nur noch mehr angeheizt hat. Ich könnte auch sagen, dass es zwischenzeitlich ein – zwei Minuten tatsächlich gehagelt hat. Ich könnte hinzufügen, dass auch das die Fans nur noch mehr dazu gebracht hat, auszurasten und sich die Seele aus dem Leib zu schreien.
Ich könnte beschreiben, wie es war, als nach „Dirty Deeds Done Dirt Cheap“ kurz die Bühne verdunkelt wurde und mitten in die Pause hinein ein Blitz die Szenerie erhellte, man Donnergrollen hörte und DANN Thunderstruck begann, als wäre Gott persönlich in Wels gewesen und hätte mitgerockt (Erklär mir das mal, soulsaver.)
Ich könnte versuchen, in Worte zu fassen, wie das Publikum ausgerastet ist, als Angus Young zu „The Jack“ seinen Striptease hingelegt hat oder wie dieser sich während seines minutenlangen Solos wie so oft regelrecht in einen Rausch spielte.

Ich könnte auch über die absolut geile Bühnenshow besonders beim traditionell letzten Song „For Those About To Rock“ philosophieren.

Aber wenn ihr nicht dabei wart, dann vermittelt euch auch das alles nur einen völlig unzureichenden Eindruck, den höchstens die Videos ein klitzekleines Bisschen wettmachen können.

Stattdessen… hm.
Stellt euch einfach vor, ihr reitet auf einer gen Boden rasenden Atombombe, zwischen euren Beinen Megatonnen an Zerstörungskraft, euer Ziel eine zusammengepferchte Menschenmasse in der Einöde, wo alle verhassten Dummschwätzer, gehirnlosen mediengeilen Affen und egozentrischen Narzissten dieser Gesellschaft versammelt sind, wo Dieter Bohlen, Detlef D Soost und Heidi Klum sich zusammen mit der ganzen B-Prominenz-schar versammelt haben, die sie aus der Unterwelt ins Rampenlicht dieser Existenzebene beschworen haben, wo populistische und offen bestechliche Politiker zusammen mit denjegen, die ihnen das Geld in den Arsch schieben, darüber lachen, wie sie uns verarschen, wo Tausende und Abertausende für das Programm der Fernsehsender Verantwortliche und alle Redakteure, Journalisten und Fotografen der BILD zusammentreffen – und alle zusammen von einer gewaltigen Schar der hirnlosen Zombies bejubelt werden, deren flachgeistige Unterhaltungssucht, Gleichgültigkeit und Sensationsgeilheit uns immer wieder an den Rand der Verzweiflung treiben.
Und während ihr singend und jubelnd und kreischend auf der Atombombe gen Ziel rast, lässt Gott selbst, zu seiner Rechten der grinsende Bonn Scott, aus den Wolken, seinen himmlischen Subwoofern, wie eine zynische Ankündigung „Highway to Hell“ in trommelfellzerfetzender Lautstärke ertönen.

Jetzt stellt euch vor, wie ihr euch in diesem Moment fühlt, kurz bevor ihr aufschlagt und all diese hirnlosen Zombies, die darauf aus sind, euer Hirn zu fressen, mit einem Schlag niedergemäht und pulverisiert werden.
So ungefähr dürft ihr euch meine Stimmung während dieses Konzerts vorstellen.
Wenn ihr das könnt, ohne das euer Kopf explodiert vor so viel Geilheit.

Das ist jedenfalls der treffendste Vergleich, dessen ich fähig bin.

Von so einem Erlebnis wieder runterzukommen ist ungefähr genau so schwer wie nach so einem Hauptteil jetzt auf einen würdigen Schluss überzuleiten.
Ich könnte nämlich noch vieles über dieses Konzert sagen, obwohl es schon so lange her ist. Ich könnte von Schlammschlachten auf dem Konzertgelände erzählen und vom Versuch, am Schluss raus zu kommen, ohne bis zu den Knien im Morast zu versinken, oder davon, wie am Ende noch das Ergebnis das Champions-League-Finales durchgegeben wurde und die Österreicher in kollektiven Jubel über die Niederlage der Bayern ausgebrochen sind.
Zum Glück bin ich ja kein Bayern München-Fan.

Das Meiste davon würde euch allerdings überhaupt nicht interessieren, denn ich würde nur in eine Wiederholung überdrehter Metaphern und Vergleiche und fortlaufende Beteuerung der Geilheit des Konzerts verfallen.
Also lassen wir das, denn ich denke, davon beherbergt dieser Artikel genug.

Und ihr könnt sicher sein, wenn sich das nächste Mal die Gelegenheit bietet, ACDC live zu sehen (Ich vermute, dass es in naher Zukunft irgendwann auch mal die letzte Gelegenheit sein wird.) – Ich werde da sein.
Und verdammt nochmal, nächstes Mal werde ich meine Schwester überreden, ihren achtjährigen Sohn mitzunehmen, den mein Bruder und ich schon zu einem kleinen ACDC-Fan erzogen haben.
Immerhin ist das ja auch ein durchaus pädagogischer Zweck.

Wenn der einmal auf so einem Konzert war, dreht ihn kein Tokio Hotel-Song der Welt mehr um.

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Werbung, die Zweite. Samstag, Jun 26 2010 

Weil mir grade so unglaublich langweilig ist und ich irgendwie mal wieder auf das Thema gebracht wurde – und nicht zuletzt weil wir hier Aktivität brauchen – habe ich mich entschlossen, den ursprünglichen Artikel, wo ich mich über diverse gehirnzellenvernichtende Werbeideen auslasse, um eine Episode zu erweitern.
Vielleicht wird da ja sogar eine Serie draus.
Weiß nicht, ob sich irgendjemand regelmäßig audiovisuellen Durchfall und unverkennbare Zurschaustellung der morbiden Werte einer verfallenden Gesellschaft zu Gemüte führen will.
Aber immerhin schauen sich ja auch immer noch diverse Bevölkerungskreise Casting-shows an.
Ich bin also optimistisch.

Legen wir los… und zwar mit einem meiner persönlichen Lieblinge;

Ja, ProSieben.
Die mit ihrer erbarmungslosen Selbstbeweihräucherung und wiederkehrender Inszenierung langweiliger B-prominenz (als da wären „Topmodels“, „Popstars“ oder Moderatoren von Sendeformaten wie taff oder dem immer tiefer sinkenden Galileo) mittlerweile selbst dem geneigtesten Zuschauer gehörig auf den Sack gehen sollten.
Wobei dieser Werbespot für mich einen weiteren traurigen Höhepunkt an Dummheit, Arroganz und Niveaulosigkeit darstellt.
Oder, um die Zitate zu benutzen, die eigentlich keines bissigen Kommentars mehr bedürfen, um sie lächerlich zu machen (was mich nicht davon abhalten wird, es trotzdem zu tun);

Brilliantere Farben für mehr Leidenschaft!
Bessere Kontraste für höhere Spannung!
Deutlich mehr Pixel für stärkere Gefühle!

Wow! Nicht wahr? Was HD nicht alles kann. Da werden sogar mittelmäßige bis bodenlos schlechte Filme nur durch die Optik zum Kracher!
Kein Wunder, dass dann selbst so begähnenswerte Hollywoodprodukte wie „Hitch – Der Date Doktor“ in der Werbung drei Wochen im Voraus großspurig als MEGABLOCKBUSTER angekündigt werden müssen, um dem gerecht zu werden.
Ich erinnere mich noch an Zeiten, wo der Begriff „Blockbuster“ Filmen vorbehalten war, die WIRKLICH herausragend erfolgreich waren. Die alten Star Wars-Filme. Indiana Jones (natürlich auch nur die alten Teile).
Filme eben, die zu ihrer Zeit wirklich für leere Straßenblocks gesorgt haben.
Wenn dann sogar Hitch durch HD-TV zum MEGABLOCKBUSTER wird, muss das ja wirklich eine große Sache sein.
Ich frage mich, wie sie das bei der inflationären Nutzung dieses Wortes noch toppen wollen. ULTRABLOCKBUSTER – HYPERBLOCKBUSTER – M-M-M-MONSTERBLOCKBUSTER?

Ich bleib‘ dann einfach bei „guten Filmen“, danke.

Mal ganz davon abgesehen, muss ich wirklich noch sagen, was ich an den zitierten Zeilen so beklagenswert finde?
Nehmen wir mal als Beispiel einen Haufen Scheiße am Straßenrand. Ihr könnt alle nach draußen gehen und euch einen Haufen Scheiße suchen, wenn ihr wollt. Oder ihr macht selber einen.
Jetzt fragt euch, wenn ihr zwei Fotos von diesem Haufen Scheiße hättet, das eine undeutlich und verpixelt, das andere gestochen scharf – würde das was daran ändern, dass ihr euch gerade einen Haufen Scheiße anseht? Bietet der Haufen Scheiße auf dem qualitativ besseren Foto mehr Leidenschaft? Mehr Spannung? Oder mehr Gefühle?

Nein?

Und dieser Haufen Scheiße ist Hitch der Date Doktor.
Und jeder andere Film, der auf HD so viel besser ist.
Optische Qualität ändert einfach nichts an bestenfalls durchschnittlichem oder mangelhaftem Inhalt.
Sollte es jedenfalls nicht.
Wie so oft scheint das aber ein Großteil der Gesellschaft anders zu sehen als ich.

Nunja. Sei’s drum. Was hätten wir denn da noch so…

Zugegebenermaßen wird dieser Spot schon etwas länger nicht mehr gezeigt. Ich fand ihn halt einfach nur so berauschend blöd, dass ich euch damit quälen wollte.
Wo sonst bekommt ihr von einem sprechenden Hasen mit Professorenkomplex die Grundzüge umweltfreundlichen Wirtschaftens so anschaulich erklärt?
Dass die industrielle Revolution in der Landwirtschaft großflächig zur Verschlechterung der Qualität unseres Bodens geführt hat, von Versalzung über Verschmutzung bis zu Nährstoffarmut, und wir damit ein paar interessante Probleme für die nähere Zukunft haben, klammern wir dabei mal aus. Denn unser schlauer Hase erklärt den dummen Menschen: Aus Getreide kann man immer wieder Brot machen! Und es ist unendlich verfügbar!
Zumindest für uns hier. Bei zwei Dritteln der Menschheit sieht’s vielleicht ein bisschen anders aus.
Aber macht euch nichts draus – Auch Menschen sind unendlich verfügbar! Denn sie wachsen nach!

Etwa genau so, wie Bäume im verfickten Sekundentakt voll ausgewachsen aus dem Boden schießen.
Also was regt ihr euch auf, ihr kiffenden ungewaschenen Öko-Fuzzis? So schnell kommt kein Holzfäller mit seiner Kettensäge nach wie das hier überall wuchert.
Deshalb ja auch immer wieder die erschreckenden Berichte über den Regenwald, der sich jeden Tag weiter ausbreitet und die natürlichen Lebensräume von Menschen zerstört.
Ich finde ja irgendwie allgemein, Gewalt ist keine gute Sache und so. Gegen Menschen nicht, gegen Tiere erst recht nicht – vielleicht höchstens gegen Franzosen.
Aber ich würde diesem Hasen so gerne einfach nur in die Fresse hauen.

Man beachte übrigens auch die interessante Wortwahl, wo unser Hase stolz erklärt, dass Tetrapacks „überwiegend“ aus Holz bestehen.
Zu 50,0001% etwa. Der Rest sind hochgiftige synthetische Klebstoffe, geschredderte Tierknochen und wiederverwertete Brennstäbe.

Und schließlich möchte ich zum Abschluss noch die kleine Geschichte erzählen, wie ich neulich durch eine Seitengasse vom Stadtplatz Richtung Auto flanierte und an einem Musikgeschäft vorüberging, in dessen Schaufenster diverse Plakate hingen – unter anderem eines mit einem voller Enthusiasmus Saxophon spielenden etwa Acht- bis Zehnjährigen und der Aufmerksamkeit heischenden Überschrift „WIR BILDEN IHRE KINDER ZUM ERFOLG AUS!“

So ist das nämlich.
Lassen wir doch das ganze Gelaber von wegen Persönlichkeitsentfaltung und Talentförderung oder von Musik als einer Kunstform zum Ausdruck von Emotionen. Das wollen Eltern heutzutage doch alles gar nicht mehr hören.
Mein Kind soll doch nicht irgendein blödes Instrument lernen, weil es das will! Oder weil es Spaß daran hat!
Es soll Erfolg haben! Es soll Geld verdienen! Es soll berühmt werden! Es soll heroinsüchtig werden und jede Menge billige Groupies mit Geschlechtskrankheiten flachlegen, für die Unterwäsche ein Fremdwort ist! Und dann soll es sich erschießen und mir alles vermachen!
Damit ich sagen kann, ich hab‘ dieses traurige Genie gezeugt.
Kann ich mir mal ganz großzügig selbst auf die Schulter klopfen.
Auch wenn ich damals eigentlich nur besoffen und rattenscharf war und mich auf die „Ich zieh‘ ihn vorher raus.“-verhütungsmethode verlassen habe, um das Geld für’s Kondom zu sparen.

Danke, ich hab‘ genug.
Ich gehe jetzt E-gitarre spielen.

Vielleicht setz‘ ich mir auch ’nen Schuss und treib’s mit drei Schlampen gleichzeitig.

AC/DC und der liebe Gott Sonntag, Mai 30 2010 

Ich war ja kürzlich auf einem ACDC-konzert (Bericht folgt, ich warte immer noch auf die Fotos und Videos, die meine Schwester gemacht hat.) und wie das typischerweise so ist, waren da auch andere Menschen.
Auch Menschen, die ACDC gar nicht mögen.
Sogar Menschen, die ACDC – und Rock allgemein – geradezu abgrundtief hassen.
Und die gehörten nicht mal zur Security, zur Polizei oder anderen organisatorischen Kräften, nein, die waren freiwillig da.
Obwohl sie es hassen.
Da fragt man sich, warum?

Obwohl die Antwort im Nachhinein geradezu offensichtlich und naheliegend ist: Um unsere Seelen zu retten.
Ja, genau.
So was aber auch!
Ich wusste vorher nicht mal, dass die gerettet werden muss! Genau so wie die etwa 80.000 anderen Leute, die dort anwesend waren, um Angus und Co. zu sehen, schätze ich.
Aber so was darf doch nicht sein! So was müsste man uns doch sagen!

Na wenigstens gibt es da noch einige couragierte Leute, die das auf sich nehmen, uns auf den richtigen Pfad zu führen, selbst wenn sie sich dabei dem satanischen Okkultismus und der Trommelfellvergewaltigung, die von ACDC ausgeht, aussetzen müssen.
Wahre Helden.
Aber spulen wir mal zurück zum Anfang der Geschichte.

Dazu müssen wir jenen Moment abpassen, als ich zusammen mit tausenden anderen menschlichen Wesen vom Konzert zu den Parkplätzen wanderte, mit dem seltendämlichen Grinsen purer Glückseligkeit auf dem Gesicht.
Da stand dann nämlich eine neutral gekleidete junge Frau, die mir wortlos ein kleines schwarzes Büchlein in die Hand drückte. Ein kurzer Blick auf das Cover offenbarte den Titel „ACDC – In Rock We Trust“.
Aha.
Naja, wird wohl irgendwelche Fan-literatur sein, denkt man sich, und da man im Zwielicht ohnehin keinen Blick reinwerfen kann, geht man eben weiter.

Und liest sich das Ganze mal zwanglos am nächsten Tag durch. Dabei erfährt man dann zum Beispiel auch, dass dieses weltbewegende Werk von einer Seite namens Soulsaver ausgeht, hinter der… nun, ich sage mal, Christen stehen, die von ihrer Sache sehr überzeugt sind.
Denn es geht um nichts weniger als die Seelen von Millionen und Abermillionen Rockfans!
Wie gesagt lassen Cover und Klappentext des Buches nur schwerlich auf diese Tatsache schließen, das erfährt man erst nach und nach beim Durchblättern.
Dabei muss man zugeben, dass das vordergründig sehr gut gemacht ist. Die erste Hälfte wirkt über weite Strecken wirklich wie einen Überblick über Bandgeschichte und Entstehung des HardRock im Allgemeinen. Allerdings kommt der aufgeweckte Leser nicht umhin, irgendwie einen undefinierbaren Unterton von Gehässigkeit und Geringschätzung wahrzunehmen, der sich immer wieder mal Bahn bricht.
Gegen Ende des Büchleins hingegen werden die Intentionen dabei allerdings immer klarer.
Denn es gibt etwas, was ihr alle nicht wisst.
Soll ich’s euch sagen? Ich schwöre euch, es ist eine intellektuelle Bombe!
Aber behaltet’s für euch.
Psssst… ACDC… ist BÖSE!

Ja, so ist das! ACDC sind des Teufels Advokaten auf dem Planeten Erde! Wie sonst ist zu erklären, dass sich enorm viele ihrer Texte um Satan drehen, um Sex, um Saufen und Ficken?
Denkt an das berühmte Handzeichen der Rocker.
Oder an einen ihrer erfolgreichsten Songs! „Highway to Hell“?
Das kann doch kein Zufall sein!
Zeichen! Zeichen überall!
All jene ACDC-Fans, all diese 80.000 Menschen in Wels, die dachten, sie befänden sich auf einem Rock-Konzert, nehmen in Wahrheit teil an einer okkulten schwarzen Masse, der Huldigung des Satan, mit Angus Young als Hohepriester. So verblendet sind sie von Rhythmus, von Bühnenshow und nicht zuletzt von Alkohol, Drogen und Sexismus, dass sie gar nicht mehr merken, wie sie Gott dem Herrn kollektiv abschwören.

Ausschnitte gefällig?

Wie wär’s mit der Übersetzung des Songtextes von „Hell’s Bells?“
„Glocken der Hölle“. SEHT IHR?!

Ich bin rollender Donner, strömender Regen
Ich nähere mich wie ein Wirbelsturm
Ich blitze quer über den Himmel
Du bist noch jung, aber du musst sterben

Ich mache keine Gefangenen, schenke keinem das Leben
Niemand legt sich mit mir an
Ich hab meine Glocke, ich nehme dich mit zur Hölle
Ich werde dich kriegen, Satan kriegt dich

Glocken der Hölle
Ja, Glocken der Hölle
Du lässt mich die Höllenglocken läuten
Ich bin voll auf Touren – Glocken der Hölle

Ich lasse dir dunkle Schauer über den Rücken laufen
Wenn du ein Fan des Bösen bist, dann stehe ich auf dich
Sieh meinen blendenden Blitz, wie ich die Nacht zerteile
Denn wen sich das Gute links befindet, gehe ich nach rechts

Ich mache keine Gefangenen, schenke keinem das Leben
Niemand legt sich mit mir an
Ich hab meine Glocke, ich nehm dich mit zur Hölle
Ich werde dich kriegen – Satan kriegt dich

Glocken der Hölle
Ja, Glocken der Hölle
Du lässt mich die Höllenglocke läuten
Ich bin voll auf Touren – Glocken der Hölle

Yeow
Glocken der Hölle – Satan kommt dich holen
Glocken der Hölle – er läutet sie jetzt
Glocken der Hölle – es wird heiß
Glocken der Hölle – quer über den Himmel
Glocken der Hölle – sie ziehen dich runter
Glocken der Hölle – sie zerren dich umher
Glocken der Hölle – sie werden die Nacht zerteilen
Glocken der Hölle – es gibt kein Entkommen, yeah

Ow, ow, ow, ow

Glocken der Hölle

Ich schwöre, wortwörtlich so steht’s hier. Und wenn man einem Buch, das einem ein Wildfremder in die Hand gedrückt hat, nicht mehr vertrauen kann – wem oder was kann man dann überhaupt noch vertrauen?
Jetzt ist der Songtext natürlich an einigen Stellen sehr geschickt übersetzt, allgemeinen scheint es eine sehr lockere deutsche Interpretation zu sein.
Dumm sind die ja nicht, das ist sehr kunstfertig durch ein paar vordergründig gleichbedeutende Wörter so getrimmt worden, dass es sich noch ein bisschen satanistischer anhört.

Aber was machen schon Texte, richtig? ACDC, selbst mit dem einprägsamen Gesang von Scott und Johnsson (die überaus süffisant beschrieben werden: „[…] der sich anhört, als hätte er harten Stuhlgang.“ wäre nichts ohne die eingängigen Riffs der Gitarren.
Und selbst wenn der Text irgendwie böse klingt, das machen doch viele. Über Teufelsanbetung, Okkultismus, Saufen, Ficken und allerlei Rauschzustände durch bewusstseinsverändernde Substanzen singt ja quasi immer grade irgendjemand.
Irgendwo auf der Welt.
Gerade in diesem Moment.
Ihr könnt euch sicher sein.

Doch weit gefehlt, ACDC ist nicht nur eine einfache Spaß-band, der es um die Musik geht.
Nein, sie wollen euch verlocken, Gott dem Herrn abzuschwören!
So berichten es dann gegen Ende des Büchleins auch zahlreiche Ex-fans – treffend als „Aussteiger“ bezeichnet, denn es handelt sich hier ja um eine gemeingefährliche Sekte.
So haben viele nach einem einschneidenden Erlebnis beschlossen, dem Mammon abzuschwören und haben alles in ihrem Besitz, was im Entferntesten mit den rockenden Satanisten in Verbindung gebracht werden könnte, verbrannt und zerstört. Denn sie haben im Glauben ihre wahre Erlösung gefunden.
Und IHR könnt das auch.

Aber allen Ernstes, wenn ihr das tut, hört auf, meinen Blog zu lesen, sprecht mich nicht an und geht mir bloß aus dem Weg. Alles andere wäre wirklich ungesund für euch.
Wir ACDC-fans essen Christen nämlich zum Frühstück.
Das und Ecstasy-Tabletten in einer Schüssel mit Whisky. ACDC-Cornflakes nennt man das.
Man muss schließlich gestärkt in den Tag gehen, wenn man viele Frauen vergewaltigen und Kirchen entweihen will.

Es geht um real existierende satanische Mächte, und darum, welchen Einfluss Du ihnen in Deinem Leben gibst. Entscheide Dich für die Seite des Lichts.

Es ist nicht zu spät, Anakin.

Übrigens habe ich mich auch auf der entsprechenden Seite soulsaver.de ein bisschen umgesehen.
Ihr würdet ja gar nicht erraten, was noch so alles richtig böse ist, wovon ihr gar nichts ahnt!
Metal zum Beispiel. Alles Heiden!
Sex and the City außerdem! Ich meine, wenn etwas schon das Wort „Sex“ im Titel hat! Das KANN nicht gut sein!

Und die aktuellen Überschwemmungen in Polen sind übrigens Vorzeichen einer nahenden zweiten Sintflut.
Ich bin sicher, das wusstet ihr auch noch nicht.

Als Abschluss kopiere ich einfach mal einen Wortwechsel zwischen mir und einem der freundlichen Verantwortlichen von soulsaver.de, der sich in den Leserbriefen in der Kategorie „Musik/Szene“ abgespielt hat.

Wieder mal eine der vielen Gelegenheiten, wo man zwischen die Wahl zwischen Lachen und Weinen gestellt wird.

Eden:

Hallo.

Ich war vor Kurzem auf einem ACDC-konzert in Wels, Österreich und bekam dort von einem netten Menschen das schöne Büchlein „ACDC – In Rock we trust“ in die Hände gedrückt.
Hielt es zunächst einfach für ein Fanbüchlein, sehr unverfänglich gemacht, Cover und Klappentext lassen praktisch nicht auf den Inhalt schließen.
Als ich es mir auf der Autofahrt nach Hause ein bisschen genauer angesehen habe… nimm’s mir nicht übel, aber die meisten Passagen haben bei meinem Bruder, seiner Freundin, meiner Schwester, ihrem Mann und mir für die besten Lacher des Tages gesorgt.
Und die Leserbriefe und die Antworten darauf bestätigen meinen ersten Eindruck nur – Ihr sprecht hier von Erlösung und Liebe, aber dass ihr behauptet, die Menschen zu lieben und ihnen helfen zu wollen, ist hinsichtlich eures Verhaltens eine derart scheinheilige Behauptung, dass jeder Mensch mit Intelligenz über Zimmertemperatur euch durchschauen wird.
Ihr liebt nur die Menschen, die so sind wie ihr es wollt, und allen anderen wollt ihr die selbe Meinung aufdrücken. Wenn ihr wirklich dem humanistischen Ideal der Philanthropie nahestehen würdet, würdet ihr die Menschen so akzeptieren und lieben wie sie sind und sich wohlfühlen – und nicht versuchen, sie zu etwas zu drängen, was sie nicht sind und auch nicht sein wollen.
Eine ganze Musikrichtung oder die gewaltige Fan-gemeinschaft einer Band, die so populär wie ACDC ist, zu verteufeln, ist viel zu simpel gedacht und zeugt nicht wirklich von Verständnis, Nächstenliebe oder Toleranz – zumal man Kunst als Ausdruck von Emotion, Leidenschaft und Hingabe erst recht nicht so kategorisieren kann, wie es hier zur Schau gestellt wird.
Und an dieser Stelle, fang bitte erst gar nicht mit Bemerkungen an, dass diese Menschen nur gerettet und erlöst werden sollen, dass es zu ihrem Besten ist, auch wenn sie es vielleicht nicht wollen.
Du kannst nämlich nicht beweisen, dass du Erlösung anbietest. Natürlich, ich kann auch nicht beweisen, dass du es nicht tust, aber das ist für mich auch nicht von Bedeutung. Ob Gott nun existiert oder nicht, an meinem Verhalten wird das nichts ändern. Ich stehe zu meinen moralischen Prinzipien, die ich habe, und zwar, oh Wunder, nicht weil ich sonst in der Hölle schmore, sondern weil ich davon überzeugt bin. Und obwohl ich ACDC-fan bin. Und ich akzeptiere andere, so wie sind, mit all ihren Stärken und Vorlieben, auch mit all ihren Schwächen.
Und damit bleibt mir am Ende die Erkenntnis, dass ich, obwohl ich jedwede Ideologie, ob nun Christentum, Islam, Hinduismus oder jede andere Glaubensrichtung ablehne, doch eine christlichere Moral vertrete als ihr mit eurem scheinheiligen, leeren Gerede und eurer platten Ablehnung von allem, was euch, aus welchen Gründen auch immer, nicht in den Kram passt.
Sollte Gott existieren und ihm das nicht passen, dann ist er so oder so nicht anbetungswürdig für mich.
Und rein hypothetisch… WENN Leute wie ihr in den Himmel kommen, dann hat der Rest von uns es mit der Hölle eigentlich recht gut getroffen. Da kann’s nur angenehmer sein.
Dass ihr es nötig habt, am Ende eines Konzerts Bücher zu verteilen, die äußerlich auf Fan-Literatur getrimmt sind, ist dabei schon Armutszeugnis genug.
Nebenbei bemerkt solltet ihr euch vielleicht überlegen, ob es so effektiv ist, die Leute genau dann mit eurer intoleranten Botschaft zu nerven, wenn sie nach einer genialen Live-performance gerade so richtig begeistert von der betreffenden Band sind.
Ja, richtig, genau dann werdet ihr natürlich Chancen haben. ;]
Und nerven tut ihr sie in dem Moment, wie eure Intentionen nun auch sind. So simpel ist das in dem Fall tatsächlich. Die Tatsache, dass ihr da nicht einfach mal zurücktreten und den Fans ihren Spaß lassen könnt, ist schon Beweis genug für euren Fanatismus.

Kleiner Test am Rande: Hat zum Beispiel ACDC in deinen Augen denn auch etwas Gutes erreicht?

Das wär’s auch schon, ich hoffe, der ein oder andere ACDC- oder Rock- bzw. Metalfan fühlt sich durch diesen Leserbrief etwas vertreten und gestärkt.

Man liest sich.

intolerantes Arschloch ali:

Ac/DC sind nichts anderes als unübersehbar körperlich verfallene, übliche Verdächtige Popgeschäftsleute auf Abkassiertour,sie sind Präsidenten einer Parallelwelt des Pop unter alten Hüten (ja, richtig:wegen der Glatzen, udo L. lässt grüssen), die in den engen Grenzen ihres Sounds einen simplen Beat mit noch geloopterem Refrain (fast technomässig immer das Gleiche) in postmodernem Diktum präsentieren, Stücke, deren Struktur-Simplizität und schnaubender Rhythmus irgendwann durch schnelle, sparsame (immerhin!) Soli überfingert werden und abrupt enden, als würden sie sich nach einer Überdosis Testosteron plötzlich übergeben (da könnte jedem das kotzen kommen, im Ösiland sind die Vögel verrückt geworden und der Rindenmulch hat gestunken. hunderte mussten behandelt werden) Der am eigenen Erbrochenen zugrunde gegangene Bon Scott wird sich wegen der grenzenlosen Geschäftstüchtigkeit und Todesvermarktung seiner Geschäftspartner des öffteren im Grabe drehen.
Warum gehen soviel Alte Rocker auf diese Konzerte? Brauchen sie Trost? Natürlich! Trost über das schreckliche Älterwerden brauchen diese Menschen, ja, sie haben grosse Probleme damit. AC/DC-Fans wie du lieben einfach einfache Musik und freuen sich, wenn sie „Black Ice“ immer und immer wieder zu hören bekommen.Sie machen ja am Fliesband auch immer die gleichen Bewegungen. Warum sollten sie ihre Gehirnwindungen überdehnen, oder gar an Neues gewöhnen. Der Weg zu Hölle ist der Weg der Masse der Verdummten nach.Ein Tanz der Lemminge halt.Schade um jeden, der für so ein billiges Vergüngen die Ewigkeit verspielt. Es gibt keinen Rocker-Himmel.

Eden:

Welch wunderschöne Hasshymne. Könntest du auch ein bisschen auf meine Argumente eingehen statt dich nur hinter fabülos formulierten Beleidigungen zu verstecken und damit auszuweichen?
Und was wäre eigentlich schlecht daran, einfache Musik zu lieben – unterstellt, es wäre im Falle von ACDC so – ? Ist daran etwas Verwerfliches? Ist Musik nicht etwa nach Aspekten der Schönheit der Melodie, des Rhythmus und des Gesangs zu beurteilen sondern nach ihrer Kompliziertheit?
Ich bitte dich, so etwas Lächerliches.
Und du magst es vielleicht nicht mögen, deine Sache. Andere Leute aber schon. Was soll daran falsch sein?
Und wenn du behauptest, sie wären nicht bereit, sich an Neues zu gewöhnen, dann muss ich da vor allem hinsichtlich extremistischer Religionsangehöriger, die sich zwanghaft an veralteten Interpretationen festklammern oder dem Beispiel der katholischen Kirche, die sich bewundernswert standhaft gesundem Menschenverstand widersetzt, doch sehr lachen.

Stimmt, einen Rockerhimmel gibt’s nicht. Den haben wir schon auf Erden, da müssen wir keiner Ideologie und keinem Versprechen von Erlösung nachhängen, dass sich am Ende genau so gut als falsch herausstellen kann.

christlicher Fanatiker ali:

Wie oft habe ich die AC/DC schon gehört. könnte fast zu Angus sagen: See ya‘ next time, same time, same program.ich habe keinen Bock, Angus & Co. zum 150sten Mal zu kommentieren. wozu auch?! Die gleiche Show, die gleiche Setlist, die gleiche Leier, seit Jahr und Tag. Und das mit einer Lautstärke, dass die Stöpsel im Ohr Rock’n’Roll tanzen.Aber bald bekommt auch dies Krachcombo ihr übliches rheumatisches Tanzbein und lässt vom Band Rocken. Die besoffenen Fans im Stadion merken eh nichts mehr. Alllohol macht Birne hohl.Lange bevor in der Heavy-Metal-Musik die Stunde der grunzenden Satansanbeter schlug, war der kleinwüchsige Gitarrenteufel Angus schon am lärmen.Da Hardrockmusiker zu Beelzebub ein betont freundschaftliches Verhältnis unterhalten, kultivieren auch die AC/DCs das Handzeichen des Teufels: Die abgespreizten Finger der „mano cornuta“ sind unschwer als Hörnchen zu erkennen.Schon Dio, der „Erfinder“ der satanischen Pommesgabel brüllte schon mal was vom Himmel und Hölle, Heaven & Hell.Der Rockhimmel ist leider für viele ein „Highway to Hell“ und endet auch dort.Sturzbesoffene Festivalproleten wollen das nicht wahr haben. kann ich vertehen.jeder süchtige verteidigt die droge, die ihn umbringt. Aus unserem menschlichen verlangen, den himmel auf diese erde zu holen, haben wir die hölle oder die vorhölle geschaffen. die rocker machen die begleitmusik dazu. „The show must go on.
see u in heaven.

Eden

Stimmt, Alkohol macht die Birne hohl.
Dogmatismus aber auch. ;]

Aber du hast schon wieder keine meiner Fragen wirklich beantwortet oder irgendeines meiner Argumente widerlegt.
Du warst also so oft auf deren Konzerten, dass dir das alles schon zum Hals raushängt und das Handzeichen befremdet dich?
Einfache Lösung – geh‘ nicht mehr hin.
Lass den Leuten ihren Spaß auf den Konzerten und generell überhaupt ihren Glauben, so wie sie dir das Recht auf deinen zugestehen.

Der Vergleich von Rockmusik und Fans zu Drogen und Süchtigen ist übrigens genial, wirklich. Fände es interessant, ob du das wissenschaftlich belegen kannst, also eine körperliche oder psychische Abhängigkeit? Gibt es da Studien oder Forschungen auf dem Gebiet?
Da kann ich ja auch genau so gut ein Suchtverhältnis bei dir und deiner höchst fragwürdigen Einstellung zu Religion unterstellen.
Und „das menschliche Verlangen, den Himmel auf die Erde zu holen“, bezeichnest du also als falsch? Zielen christliche Ideale nicht genau darauf ab? Die Erde zu einem besseren Ort zu machen? Nächstenliebe, Toleranz, das Streben nach Gerechtigkeit?
Wenn das die Vorhölle ist, kann’s so schlimm da nicht sein.

Aber nochmal. Hör‘ auf, mir auszuweichen und fang an, zu diskutieren, statt die immer gleichen, gehaltlosen Hassbotschaften runterzuleiern.
Die Nummer ist in etwa genau so langweilig und abgedroschen, wie es ACDC-Musik für dich ist. =P

Übrigens hast du meine Frage nicht beantwortet – Hat ACDC denn deiner Meinung nach auch etwas Gutes bewirkt?

Sektenmitglied ali:

was hat der hinweis auf jesus mit dogmatismus zu tun?
niemand kann mir verbieten meine meinung zu sagen oder zu verteilen.
auch AC/DC-fans müssen sich ans grundgestz halten. bei uns gibts meinungsfreiheit.
ausserdem kann ich hingehen wohin ich will. ich will dahingehen wo leute in die irre gehen. und leute, die singen „i am on the highway to hell“ sind krass auf dem holzweg ins verderben.
Zu Rockmusik und Drogen hier mal ne kurze Liste:
1. The VU – Heroin
2. Beatles – Happiness is a warm gun
3. Oasis – Cigarettes & Alcohol
4. Northside – Shall we take a trip (richtig gut ist das allerdings nicht)
5. Primal Scream – Higher than the sun (sicher nicht so explizit, aber…)
6. Joint Venture – Hank starb an ner Überdosis Hasch
7. Neil Young – The needle and the damage done
8. Westernhagen – Johnny W.
9. Falco – Ganz Wien
10. Ambros – Do schwoaza Afghane
11. Can – Mushroom
12. Ramones – Now I wanna sniff some glue
13. Underworld – Born slippy
14. Happy Mondays – God’s Cop
15. Ton Steine Scherben – Shit Hit und:
Cold turkey, J. Lennon
Waiting for my man, VU
To drunk to fuck, Dead Kennedys
Kein Alkohol (ist auch keine Lösung), TH
Kaya – Bob Marley & The Wailers
Suede – Heroin
The Beatles – Happiness is a warm Gun
Velvet Underground – Heroin / Waiting for my man
Primal Scream – Medication
Beck – MTV makes me wanna smoke crack
Ramones – Now i wanna sniff some glue
Suicide – Speed Queen
Hefner – the Hymn for the Alcohol
Beck – Alcohol
Pretty Things – LSD
Jefferson Airplane – White Rabbit
The Verve – now the drugs don´t work
Sonic Youth – Mom i gave the cat some acid

übrigens: christen wollen die welt nicht verbessern, sie glauben an den himmel.
diese welt ist nicht zu retten. sie wird vergehen.
ausserdem ist berechtigte kritik keine hassbotschaft. das böse als böse zu bezeichnen ist richtig und wahr.

ich glaube nicht,dass angus&Co bisher viel gutes bewirkt haben. für mich sind das eiskalte geschäftsmänner, die über leichen gehen. als damls bon scott ums leben kam, haben sie den medienhype ausgenutzt und seine songs mit einem neuen sänger eingesungen und massenhaft vermarktet. eben eiskalt und berechnend. finde ich eher schlecht.du nicht?

Eden:

Ich habe nicht gesagt, der Hinweis auf Jesus wäre Dogmatismus.
Als Dogmatismus bezeichne ich vielmehr die Tatsache, dass du hier angibst, den Weg zu einer immerwährenden Erlösung aufzuzeigen, obwohl es dafür keine Beweise, ja nicht einmal Indizien gibt – trotzdem verkaufst du das als Tatsache.
Das ist Dogmatismus.
Und Menschen mit derartig haltlosen Versprechen zu locken, ist gleich doppelt schamlos.

Und wo bitte habe ich dein Recht auf freie Meinungsäußerung in Frage gestellt? Mach dich nicht lächerlich.
Wenigstens nicht mehr als ohnehin schon.
Was ich gesagt habe war, wenn dich ihre Musik und das ganze Drumherum derart stört, dann bleib‘ ihren Konzerten eben fern. Niemand zwingt dich, hinzugehen.
Und auch die Fans haben das Recht, das zu hören und zu mögen, was sie wollen, wenn du schon auf dieser Schiene argumentieren willst.
ACDC hat kein geltendes Recht verletzt, wie sehr du den Merchandising-Apparat auch verteufelst, damit befinden sie sich nur im Rahmen einer Entwicklung, die überall um sich greift, und das nicht nur im Musikgeschäft.
Und wenn du schon so interessiert an unserem Grundgesetz bist, dann befasse dich auch mal mit Artikel 2, der die Freiheit der Person, unter anderem das Recht auf freie Persönlichkeitsentfaltung beinhaltet. Darunter fällt der Musikgeschmack für mich ziemlich eindeutig.
Und was den Songtext angeht, würde es mich doch sehr schwer wundern, wenn alle, die Highway to Hell gut finden, so verlorene, depressive und hilflose Persönlichkeiten wären wie du es hier darstellst.
Es gibt Leute, die finden das gut. Es gibt Leute, die glauben nicht daran, dass die Hölle real ist. Oder Gott. Das sollte man akzeptieren können – denn, ich sage es noch einmal, du kannst nicht wissen, dass du Recht hast. Kann genau so gut sein, dass die anderen richtig liegen.
Schlechtere Menschen sind das deswegen nicht. Und schon gar nicht sind sie alle chronisch depressiv, hilflos und verloren.

Was deine Liste letzlich angeht; Ist ja toll, dass du eine Reihe von Liedern aufzählen kannst, die das Thema Drogen behandeln, aber das impliziert keine körperliche oder psychische Abhängigkeit der Fans zur Rockmusik.
Ganz besonders, wenn man sich deine Liste ansieht und sie in Relation zur Anzahl aller veröffentlichten Songs im Rock-genre setzt.
Legst du’s eigentlich drauf an, mich zum Lachen zu bringen?

Achja, wenn Christen diese Welt übrigens nicht verbessern wollen, weil sie ohnehin nicht zu retten ist – warum gebt ihr euch dann die Mühe, ACDC-Fans nach dem Konzert auf eure Seite zu ziehen?
Lass mich raten, weil ihr sie retten wollt, stimmt’s?
Ich vergaß.
Ohnehin ist die Aussage, dass der Versuch, diese Welt zu verbessern irrelevant sei, ziemlich fragwürdig und steht für mich eigentlich in direktem Kontrast zu dem, was ich als christliche Ideale definiere. Himmel oder nicht, momentan sind wir hier, und vielleicht ist das Hier und Jetzt alles, was wir bekommen. Sich in Hoffnung eines nächsten Lebens, für das es keine Indizien gibt, mit Zuständen, die Leid verursachen, abzufinden, ist einerseits höchst fragwürdig.
Und zum anderen kann mich ein Gott, der das von mir verlangt, mal höchst genüsslich an meinem haarigen Arsch lecken.
Und was du hier verbreitest, ist längst keine berechtigte Kritik mehr. Du propagierst pauschale Vorurteile nach dem Schwarzweißraster, suchst dir einen simplen Sündenbock und ignorierst alles andere.

Und dass alte Songs mit Brian Johnsson neu eingesungen wurden, ist Massenvermarktung? Würde vielleicht zutreffen, wenn Johnsson sofort populärer gewesen wäre als Scott und man sich davon eine gewaltige Gewinnsteigerung hätte erwarten können oder die Popularität erst mit ihm gekommen wäre.
So aber… Johnsson singt jetzt nunmal auch bei allen Live-auftritten. Auch die alten Songs. Wenn Fans seine Performance dabei gut finden, können sie sich die Neuvertonung kaufen. Wenn nicht, müssen sie’s nicht.
Abzocke?
Moralisch bewegt man sich dabei zweifellos auf dünnem Eis, da stimme ich dir zu.

Mir geht es aber vielmehr darum, dass du mir vielleicht eine konkrete Sache nennst, die du an ACDC gut findest.

Der Antichrist ali:

Die Jungs singen immer wieder von Hölle und Satan, sind also so etwas wie musikalische Teufelsanbeter.Auch wenn sie es nur so zum Spass machen. Mit dem Tefel und Hölle spielt man nicht. Es gibt Tabus.Aushilfssänger Brian Johnson wird sich darüber eins grinsen, und vielleicht an seine Vergangenheit im Kirchenchor zurückdenken.Hat er dor die Töne schon so gepresst? Hatter damals schon harten Stuhlgang? Pass also nicht! Und an Charity-Veranstaltungen wie Johnson in seiner Heimatstadt Newcastle nimmt man als Satanist auch nicht teil.Er ist sicher kein Satanist, aber erverdient mit SAtan seine Kohle. Das geht nicht gut aus. Denken wir an Bon Scott, der an seiner Kotze ersticken musste.
Zugegeben, die Texte sind schon heftig teuflisch.Jeder,der das hört sollte merken dass er ohne Geschwindigkeitsbegrenzung Gottes sein Leben lebt und dadurch auf dem Weg in die Hölle ist – so die Band in Highway To Hell – , der hat jetzt die Möglichkeit, den Fuss auf die Bremse zu stemmen und anzuhalten. Und die Textzeile „Hey, Satan, ich habe meine Schuldigkeit getan“, kann nur jemand ernst nehmen, der den Teufel höher ansiedelt als es ihm gebührt, vielleicht sogar auf eine Stufe mit Gott stellt.Der Teufel ist Realität, aber er ist nicht Gott und er fordert auch keine Rechenschaft. Der Teufel ist nichts anderes als ein gigantischer Lügner und Mörder. So ein Denken macht den Teufel im Kopf von Menschen überhaupt erst mächtig. Anders bei AC/DC. Denn in ihren Texten wird deutlich: Sie nehmen Satan und Hölle nicht wirklich ernst – zumindest nicht in d e n Bildern, in denen die uns immer wieder vermittelt werden. Und vor diesen B i l d e r n muss man nun wirklich keine Angst haben.Aber es gibt nunmal die Realität des Todes, die Realität der Hölle und die Realität des SAtans. Wir Menschen haben kein Recht dait zu spielen, oder diese Dinge der Lächerlichkeit zu opfern.AC/DC verdienen mit diesem bösen Spiel Millionen und sind mit verantwortlich, dass ihr Fans massenhaft in Hölle rennen.Diese Lemminge spühren etwas von ihrer Verlorenheit, darum konsumieren sie Massenhaft flüssige Drogen.Diese Musik macht dicht, Alkohol macht dichter. DA kann man vergessen. Nur für kurze Zeit, denn am nächsten Morgen ist der Dämon wieder da. Wer wirklich auf Gott vertraut, der wird sich nicht über Satan lustig machen…oder wsird gar über ihn singen. SEr biegt vom Highway To Hell ab und ruft sienn Mitmensch zu, kehrt um, bevor es zu spät ist.

Verdammt geiler Typ mit einem riesigen Schwanz Eden:

So, der letzte Leserbrief von mir, die ganze Diskussion ermüdet mich langsam einfach, sie führt zu überhaupt nichts.

Mir bleibt schlicht zu sagen, dass ich mich mit dieser Einstellung, von der Richtigkeit des eigenen Glaubens und des Verderbens aller anderen so felsenfest überzeugt zu sein, überhaupt nicht anfreunden kann.
Zumal, wenn ich in solchen Äußerungen eine massive Herabwürdigung der betreffenden Menschen sehe, ACDC und deren Fans jetzt einmal exemplarisch genommen.
Du glaubst an das, sie an etwas anderes. Und ich bin mir ziemlich sicher, dass die ÜBERWÄLTIGENDE Mehrheit der ACDC-fans ihre Band nicht als Ersatzreligion oder sogar Opposition zum Christentum begreift, ob und woran sie glauben, kannst du aus der Tatsache, welche Musik ihnen gefällt, nur schwer ablesen.
Wer da am Ende mit seinem Glauben Recht hat, kann niemand sagen.
Und das stört mich, dass du die Richtigkeit DEINES Glaubens als Tatsache verkaufst.

Das, und dass du meiner Meinung nach sehr simpel denkst und bei vielem lange nicht alle Faktoren berücksichtigst, die in bestimmte Ereignisse hineinspielen.
Bon Scotts Ersticken am eigenen Erbrochenen als Strafe zu begreifen, halte ich zum Beispiel für sehr fragwürdig – es gibt genug Menschen, die sich um einen moralischen Lebenswandel bemühen, darunter auch gläubige Christen, die unverdient jung sterben, jünger als Scott.

Aber was soll’s, wie gesagt, das ist mein letzter Leserbrief an der Stelle, das führt einfach zu nichts.

Man liest sich.

religiöser Rattenfänger ali:

(Römer 6:23) Denn der Lohn, den die Sünde zahlt, ist der Tod, die Gabe aber, die Gott gibt, ist ewiges Leben durch Christus Jesus, unseren Herrn.
das gilt für alle. auch für dich.
in god, i salute you.

Manche Leute sind so resistent gegen Logik wie ich anscheinend gegen Schweinegrippe.

Zu der ganzen Thematik bleibt mir eigentlich abschließend nur nochmal zu wiederholen, was ich schon in einem der Leserbriefe erwähnte habe;
Wenn SOLCHE Leute in den Himmel kommen, dann fährt der Rest von uns mit der Hölle eigentlich recht gut.
Immerhin haben wir da unten dann ACDC. Und so gut wie jeden anderen modernen Musiker, ne ganze Menge Wissenschaftler und Philosophen und viele andere andere intelligente Menschen, wenn man sich so ansieht, gegen was die noch so alles sind.
Da unten muss es ja paradiesisch zugehen.

In diesem Sinne:
Now listening: ACDC – Highway to Hell