Mass Effect 3. Fanboy-Orgasmus. Dienstag, Jun 7 2011 

Um den sonst so bleischwer ernsten Ton dieses Blogs (so ernst, wie das bei jemandem wie mir möglich ist, zumindest) mal etwas aufzulockern und, ja, auch, weil hier verdammt nochmal endlich wieder was passieren soll und ich in diesem Fall gar nicht viel zu tun brauche;

Ohgodohgodohgod! *jizz

Ja.
Es sollte hier ja auch mal um Videospiele und Filme gehen, so nebenher ein bisschen. Wann immer mich etwas in der Art eben beschäftigt. Dafür ist ein Blog ja da. Internetexhibitionismus und so.
Zumindest habe ich das irgendwann hier mal gesagt.

Vor langer Zeit.

Aber wie dem auch sei.
Ich werde jetzt meine Hosen wechseln gehen und mir diese knapp eineinhalb Minuten Awesomeness noch geschätzte tausend Mal reinziehen, bevor ich in einen durch sexuelle Erschöpfung induzierten, dreitägigen Tiefschlaf falle, was mir bei all den Nerd-Orgasmen bei jedem View wohl die Meisten hier bitteschön verzeihen würden.

Dann wiederhole ich sie delbe Prozedur von vorne, so ungefähr bis März kommenden Jahres.

Advertisements

KenFm über Wiki Leaks Mittwoch, Dez 8 2010 

Etwas zu viel Pathos für meinen Geschmack, dennoch, ohne viel Einleitung, weil das Video für sich selbst spricht:

Meine Gedanken dazu in nächster Zeit.
Wenn ich mal wieder Zeit finde.
Ansonsten hör‘ ich einfach wieder mal für ein paar Tage auf, zu schlafen.
Meh.

Einigkeit und Recht und Freiheit Sonntag, Okt 17 2010 

Kennt ihr diese wunderbaren, segensreichen Tage, an denen man aufsteht, die Vorhänge öffnet, der Welt einen fröhlichen Gruß entbietet und dafür einen Schlag in die Fresse bekommt?
Diese Tage, an denen man in einer Sphäre irgendwo zwischen dem Künstlerisch-Göttlichen, dem Idealismus, den ureigenen Träumen und Vorstellungen, wie die Welt sein KÖNNTE, und der grausam niederschmetternden, ernüchternden Erkenntnis, wie sie wirklich ist, schwebt, und sich weder dem Einen noch dem Anderen wirklich zugehörig fühlt?
Diese Tage, wo man sich von etwas Größerem inspiriert fühlt und von so ungreifbaren, schwer definierbaren, fernen Dingen wie Freiheit oder Gerechtigkeit träumt, während einen der Alltag mit all seinen banalen Belanglosigkeiten herunterdrückt, wo man in den Spiegel blickt und zum ungezählten Mal erkennt, dass alles nicht mehr ist als eben genau das?

Ein Traum?

Diese Tage, an denen einen die Welt einfach nur noch ankotzt?
Weil man unter die Oberfläche all dessen taucht, wofür sich unsere Gesellschaft hält und wofür sie zu stehen glaubt – Oder glaubt sie es überhaupt noch selbst?
Selbst die größten Arschlöcher und Flachwichser können sich selbst einreden, sie seien eigentlich ganz in Ordnung, um weiterhin Arschlöcher und Flachwichser bleiben zu können.
Ich habe des Gefühl, irgendwie so ist es oft auch mit dem, was wir unsere Gesellschaft oder Kultur nennen.
Wir wollen anderen weismachen, wir stünden für irgendwelche Ideale, drehen uns um und treten sie mit Füßen.
Wir reden davon, eine Sache zu verteidigen und spucken im nächsten Moment darauf.
Wir machen uns selbst vor, für die Menschen zu kämpfen – und kämpfen gegen sie.

Alles nur Lippenbekenntnisse, Populismus, Selbstbeschwichtigung. Die Titanic sinkt, die Kapelle spielt weiter.
Wir schminken ein Monster und reden uns ein, eine Schönheit vor uns zu haben.

Wir sprechen von Einigkeit, von Einheit, von Loyalität, wir diskutieren über Integration und sind selbst noch nicht einmal ein Volk. Wir sind entweder Westdeutsche oder Ostdeutsche, Bayern oder „Preußen“, Katholiken oder Protestanten, Arme oder Reiche.
Wir zerbrechen an Belanglosigkeiten und wollen anderen weismachen, sie sollten sich in ein Gesamtwesen integrieren, das nichts weiter als eine Illusion ist, aus nichts weiter als Gegensätzen und Konflikten besteht.

Wir sprechen von Recht und meinen Gesetz, wir sprechen von Moral und meinen Pflicht. Dabei ist unsere Gerechtigkeit nichts weiter als ein fahler, oberflächlicher Anstrich über den selben Makeln, die wir seit Jahrhunderten mit uns schleppen. Menschen stehlen etwas im Supermarkt und wir nennen es Ungerechtigkeit, Politiker beziehen Nebeneinkünfte von Unternehmen, in deren Namen sie denken, reden und handeln, und wir nennen es das System. Wir nennen es normal.
Unabänderlich.

Denn so läuft es nun mal, und was kann man als Einzelner schon dagegen tun.

Wir reden von Freiheit und meinen damit den kümmerlichen Rest von Möglichkeiten, die uns bleiben, wenn wir „sicher“ sein wollen. Wir machen uns vor, sie zu verteidigen, und schränken sie ein, um uns vor illusionären, ungreifbaren Gefahren zu schützen.
Wir führen einen Krieg gegen die Mächte, die die Fundamente unserer Wertvorstellungen bedrohen, und geben sie auf, um zu gewinnen.
Und unser großer Sieg wird sein wie alles andere an uns – eine Niederlage, wenn man nur unter die Oberfläche taucht.

So erheben wir sie, stellen sie auf ein Podest, unsere Ideale, lassen uns immer mal wieder von unseren Politikern erzählen, wie großartig wir sie verfolgen und verteidigen, wie viel wir für sie getan haben, fühlen uns dann geschmeichelt und stimmen ihnen zu, denn wir haben sie ja verdient, diese Lobgesänge.
Danach drehen wir uns um und treten sie weiter mit Füßen.

Denn heute kämpft jeder für sich, aber kaum jemand mehr für etwas darüber hinaus.
Wir wollen immer mehr und sehen nicht, dass wir immer weniger haben.

Und diejenigen, die sich bemühen, das Wenige zu erhalten, stehen viel zu oft auf verlorenem Posten.

Und was ist das Ende der Geschichte?
Gibt es eines?
Schreiben wir es gerade?
Ist es schon geschrieben und muss sich nur noch ereignen?

Denkt ihr, ihr bekommt jetzt am Ende dieses Eintrags einen Hoffnungsschimmer, eine Lösung, ein Happy End?

Negativ. So sieht’s nämlich aus.
Das ist der Stand der Dinge.

Und heute ist so einer dieser Tage, wo mich das richtig ankotzt.

Ende.

Flaute. Flaute überall. Samstag, Jun 19 2010 

Äh…

Ja.

Hier läuft momentan nicht viel, nicht wahr?

Aber ich hab‘ ein paar halbwegs gute Entschuldigungen parat, ausnahmsweise. Wenn ich mich für irgendwas, was ich tue, entschuldigen würde.
Was ich nicht tue.

Es ist auf jeden Fall nicht so wie früher, wo die Motivation nach kurzer Zeit steigender Aktivität wieder brutal absackte, bis ich den Blog quasi vergessen habe.
Eigentlich hätte ich schon noch einige Ideen im Hinterkopf, die abgearbeitet und niedergeschrieben wollen, aber irgendwie bin ich derzeit hin und hergerissen zwischen diversen banalen Tätigkeiten, die meine ach so kostbare Freizeit verschlingen wie Tine Wittler das Süßigkeitenlager, dass die psychischen Exhibitionisten auf RTL in ihren vier Wänden versteckt haben.
Meine Tine Wittler ist eine Mischung aus vielerlei mehr oder weniger interessanten Beschäftigungen.
Zum einen steht in meinem Zimmer seit Neuestem eine E-Gitarre herum, die ich mir nach längeren Zweifeln, ob ich dafür wirklich die nötige Langzeitmotivation aufbringen kann, zugelegt habe. Und wenn ich gezwungen werde, zwischen euch und meiner E-Gitarre zu entscheiden… diesen Kampf könnt ihr einfach nur verlieren.
Dann wollen wir natürlich nicht verschweigen, dass ich die letzten Wochen mit Arbeit in jedweder Form förmlich überhäuft wurde – Jaja, cry cry so sad, ich weiß, aber ich will ja gar kein Mitleid erschleimen. Ich habe nur einfach, wenn ich abends entweder mit Muskelkater und Ganzkörpersonnenbrand wie vor zwei Wochen oder pochenden Kopfschmerzen und scheißschlechter Laune wie die letzten Tage auf dem Zahnfleisch nach Hause krieche, meistens nicht mehr viel Lust auf etwas anderes als fressen und schlafen.
Und E-Gitarre spielen.
Und vielleicht Fußball schauen. Denn das raubt einem ja momentan auch einen bemerkenswerten Anteil der Freizeit. Selbst wenn man mit dem allgemeinen Hype nicht viel am Hut hat und nicht heulend in der Ecke sitzt, wenn Deutschlands Weltmeisterambitionen ins Wanken geraten.
Dann wäre da auch noch ein bisschen zeitintensives Rumwerkeln in den zukünftigen eigenen vier Wänden. Denn der Eden dürfte ja in etwa einem halben Jahr umziehen. Und wenn man ohnehin in seiner Jugend als Sohn eines Zimmerermeisters das ein oder andere gelernt hat, was gibt es da Näherliegenderes, als sein eigenes Zimmer auch selbst herzurichten?
Es nicht zu tun natürlich.
Aber ich bin immerhin die billigste Arbeitskraft, die mein alter Herr hat.
Der Pole der Familie, sozusagen.
Nur mit Fachwissen.

Den ganzen anderen Mist wie aufmerksamkeitsbedürftige neoamazonische Rasurfaschistinnen, ab und zu mal was Entspannendes wie Pokerrunden, DVD-abende und/oder Alkoholkonsum mit anderen Menschen, lesen, schreiben und so weiter erwähne ich nur mal am Rande.

Ihr seht – mein Leben dümpelt momentan so ein bisschen vor sich hin ohne nennenswerte Erkenntnisse, Erfahrungen oder Gedankengänge, über die sich zu berichten lohnen würde. Oder die Zeit, das zu tun.
Da kann ich nur sagen, die Hypothese, dass steigende Arbeitslosigkeit – trotz Sicherung der Existenz durch den „Sozialstaat“ – zu politischer Instabilität führt und gesellschaftliche Betäubungsmittel wie Lena, die WM oder andere verlockende Aktivitäten ohne bemerkenswerte Tiefgeistigkeit der Regierung eine dringend benötigte Verschnaufpasse vor Unzufriedenheit in der Bevölkerung verschaffen, hat mit Sicherheit was für sich.
Ich bin der lebende Beweis.
Ich warte ohnehin schon darauf, dass der Bevölkerung irgendein politischer Knüppel des John Holmes-Kalibers in den Arsch geschoben wird, während sie so beschäftigt damit ist, Jogi Löws Schwanz zu lutschen, dass sie das gar nicht merkt. Bis sie geschluckt hat und wieder auf der Straße steht, um auf den nächsten Freier zu warten.
Ich gebe zu, obszöne Fickmetaphern haben auch ihre Grenzen.

Jedenfalls ist das der Grund, warum hier momentan mit einer kleinen Flaute gekämpft wird. Weil einfach Flaute IST. In meinem Leben. Irgendwie.
Aber naja, auch das ändert sich wieder.
Und immerhin ist morgen ja auch Sonntag.
Und sonntags hat man frei. Normalerweise.

Außerdem habe ich gerade Meinhard Miegels EXIT – Wohlstand ohne Wachstum zu Ende gelesen und halte den Inhalt und die dort entwickelten Gedankengänge durchaus für erwähnenswert.
Vielleicht eine kleine Buchrezension also.

Wir werden sehen.

ZOMG SEX LULZ! Freitag, Mai 7 2010 

Nein, das ist keiner dieser erbärmlichen Versuche, die Infotainment- und Boulevardmagazine zuweilen unternehmen, durch offenen Umgang mit dem Thema menschlicher Reproduktion Zuschauer/Leser/Hörer/Idioten zu gewinnen, in dem sie voyeuristische Tendenzen ausnutzen.
Na gut, doch, ist es.
Zumindest ein bisschen.

Und ihr seid drauf reingefallen.
Ha, ihr Idioten schmutzigen Perverslinge. =>

Aber hauptsächlich geht es hier um etwas Anderes, was mich wieder mal ernsthaft zu der Frage geführt hat, ob Lachen oder Kotzen jetzt das Näherliegende wäre.
Einige werden vielleicht mitbekommen haben, dass vor Kurzem bei einem Erbgutvergleich festgestellt wurde, dass die DNS des modernen Menschen Erbgut des Neandertalers aufweist. Ich weiß nicht, ob man das als wissenschaftliche Sensation bezeichnen darf, auf jeden Fall ist es sehr interessant, zumal man bisher davon ausging, dass die Neandertaler vom Homo sapiens verdrängt wurden – sozusagen die ersten Opfer aggressiver menschlicher Expansion.
Haha.

Nun liegt vielmehr die Vermutung nahe, dass die Neandertaler ihrerzeit zumindest in einem gewissen Rahmen durch Fortpflanzung zwischen beiden Spezies im modernen Menschen aufgingen. Zahlenmäßig waren sie ohnehin kaum dominant, Schätzungen zufolge lebten zu Hochzeiten nur zwischen 10.000 und 15.000 Neandertaler in ganz Europa.
Durchaus möglich also, dass die Neandertaler gar nicht im radikalen Sinne ausgestorben sind, sondern sich ihr Erbgut vielmehr mit dem des Homo sapiens vermischt hat.
Zumindest, soweit ich das alles mit meinem mangelhaften Wissen auf diesem Gebiet interpretieren kann.

Das alles fand ich eigentlich sehr interessant, als ich es heute morgen in der Zeitung las.
Und habe bis eben nicht weiter darüber nachgedacht.
Und dann kommt man mittags nach Hause, wirft Windows Live an und überfliegt die MSN-News, die man – nur zu meiner Verteidigung – aktiviert hat, weil sie als herausragendes Beispiel von Boulevardjournalismus immer mal wieder für einen Lacher gut sind.

Da klingt diese wissenschaftliche Entdeckung dann nämlich zum Beispiel so:

„Neandertaler und Menschen hatten Sex miteinander!“

JA!
Das ist natürlich die große Bedeutung dieser Entdeckung!
DIE HABEN GEBUMST! LOLOLOL
So kommt das nämliche zustande, liebe Kinder, mit Fortpflanzung und so weiter. Zum Beispiel damals bei euch, als euer Vater zwischen dem zwanzigsten Bier und der zweiten Halbzeit des Fußballspiels grade eben noch genug Zeit fand, eure Mutter zu bespringen, die nörgelnd und zeternd damit beschäftigt war, seine Kotze vom Laminatboden zu wischen.
Und deswegen erzählen wir euch nämlich immer diese Scheiße mit den Störchen.

Zumal die Feststellung, dass eine Paarung beider Spezies zu wiederum fruchtbaren Nachkommen führt, in der Hinsicht vermutlich viel weniger faszinierend ist als einfach nur die Einsicht, dass es zwei verschiedene Spezies miteinander getrieben haben.
Und in ein paar hunderttausend Jahren wird die moderne Zentaurengesellschaft von der wissenschaftlichen Entdeckung erschüttert, wie ihre Entwicklung aus den Pferden, ihren nächsten Verwandten heraus, vonstatten gegangen ist – wenn Archäologen eine alte Festplatte mit Beastporn ausgraben.
„Mit DENEN sind wir verwandt?“

Was man daraus alles für wissenschaftliche Folgeschlüsse ziehen könnte, wage ich jetzt noch gar nicht zu vermuten.
Ich bin mir allerdings relativ sicher, dass ein Vergleich des Paarungsverhaltens zwischen Neanderthaler und Hauptschüler weitere Erkenntnisse zu Tage fördern würde, die diese These untermauern.

Natürlich ist das alles nicht halb so interessant wie zum Beispiel die neuesten Infos über Mehrzad und Menowin oder wie die aktuellsten Endprodukte der C-Prominenz-Schmiede DSDS nochmal heißen, oder ein Video von einer vermeintlichen UFO-sichtung über LA und damit nur als Lückenbüßer gut. Aber hey, immerhin bringen wir irgendwie irgendwo das Wort „Sex“ unter. Ziel erreicht, Publikum zufriedengestellt, Klappe zu, Hirn tot.
Den intellektuellen Anspruch von prägnanten Eye-catchern wie „Sie haben es doch getan.“ oder „Es geschah im Nahen Osten.“ zweifle ich jedenfalls massiv an.
Aus dem Nahen Osten ist noch nie was Gutes gekommen.
Beispiel Christentum.

Zumal ich sowieso nicht verstehe, warum Boulevardmagazine mit der Taktik Promiskuität, Exhibitionismus, Freizügigkeit und allem, was auch nur im Entferntesten interessante Körperteile ganz uninteressanter „Prominenter“ behandelt – oder anders formuliert: Titten, Titten, Schwänze, Titten – heutzutage noch so viel Erfolg haben.
Leute, wenn ihr in eurem kümmerlichen Leben schon keinen findet, der mit euch ficken will, dann versucht’s doch im Internet, das besteht sowieso zu neunzig Prozent aus Pornographie. Warum da ein Nippelblitzer oder halbnackte Tussen, die um den Titel des Wasserrutschenchampions kämpfen, noch interessant sein sollen, ist mir schleierhaft.
Aber es geht ja nur um den sportlichen Aspekt.
Ist klar.
Außerdem wäre eine politische Disskusion im Bikini auch einfach nur noch absurd.
Könnte aber wieder Interesse für Politik wecken.

Claudia Roth und Angela Merkel, anyone?

Rrrrrr.

Stress. Freitag, Apr 23 2010 

Ah, äh, ja.
Schon wieder lange Zeit nichts passiert hier.
Da fühlt man sich fast unangenehm an die Zeiten erinnert, als Einträge hier in etwa so häufig waren wie Geschlechtsverkehr für reinrassige Nerds.

Naja.
Möglicherweise nicht ganz sooo selten.
Immerhin gab’s den Blog ja zumindest schonmal. Einfach überhaupt.
Und so…
Und er hat damals in 26 Monaten auch sage und schreibe 10 Einträge angesammelt! Jaha!
Von so viel Action kann ein Nerd nur träumen.

Ja…
Jedenfalls wollte ich hiermit nur nochmal bestätigen, dass ich… lebe.
Oder was man eben so nennt.
Und dass es hier auch mal wieder aktiv weitergeht.
… Oder was man eben so nennt.
Zumindest dürften sich die beschissen stressigen Tage, die ich hinter mir habe, langsam ihrem Ende zuneigen.

Aber hey – immerhin bin ich in der Zwischenzeit auch von Blogsporthausen nach WordPressingen umgezogen. Wie man sehen kann.
Das ist doch auch schon mal was.

Aber jetzt wird erst einmal meine Anwesenheit bei einer gesellschaftlichen Festivität gefordert, die im Prinzip nur das maßlose Konsumieren von C2H6O zelebriert.
Wie… intellektuell unterfordernd.
Wenn man mich also entschuldigen würde.

Nockherberg 2010 Samstag, Mrz 13 2010 

Als kleine Unterbrechung des schnöden Text-marathons zwei Videos vom Starkbierfest am Nockherberg 2010, einer bayrischen Veranstaltung, bei der Politgrößen einiges an Satire über sich ergehen lassen müssen – und dabei nichts anderes tun können, als hemmungslos falsch und gekünstelt zu lachen, um den schönen Schein zu wahren.

Helmut Schleich richtet als verstorbener Franz Josef Strauß über seine Nachfolger.
… und das Ende des von ihm angekündigten Singspiels „Bavaria sucht den Superpolitiker“.

Nach der Wiederholung der Live-übertragung des Starkbierfests am Nockherberg im bayrischen Rundfunk gab es übrigens einige totgeschwiegene Kritik daran, dass Stellen, die der Politik nicht gefallen haben, gestrichen wurden. Natürlich nur, um die Sendung auf eine angebrachte Länge zu reduzieren, die in das Programm des Senders passt.
Die Pointe eines Witzes, über den ich schon lange nicht mehr lachen kann.

Wer jetzt übrigens den Gedanken, dass es sich hier gerade um eine Verzögerungstaktik handelt, um irgendwelchen Inhalt ohne besonders viel eigene Arbeit anzubieten, nicht verdrängen kann… der hat damit durchaus recht. Ich habe derzeit etwas wenig Zeit, aber ich hoffe, den nächsten Eintrag noch dieses Wochenende fertig stellen zu können.

Ein Traum wird wahr. Donnerstag, Feb 14 2008 

wikipedia af boarisch.

Will mich jemand heiraten? Mittwoch, Okt 31 2007 

Ich habe hier gerade Post vom Kreiswehrersatzamt Regensburg neben mir auf dem Tisch liegen.
Das macht mich traurig.
Zum einen, weil mich der Reichsadlerverschnitt vom Faltblatt seit mittlerweile zwei Tagen ständig böse anstarrt, während ich am PC sitze – und ich wäre kein Nerd, wenn ich nicht oft am PC sitzen würde.
Zum anderen, weil ich irgendwie nicht so recht Lust darauf habe, mich nach dreizehn Jahren geistiger Vergewaltigung in der Schule danach auch noch wirklich vergewaltigen zu lassen. Naja…ich meine – ihr wisst schon.
Nicht, weil ich Pazifist wäre. Im Gegenteil, ich denke, Gewalt sollte ein wesentlicher Bestandteil des menschlichen Lebens sein; Gegen Kinder, gegen Frauen, gegen Minderheiten, gegen Sony-Fanboys und wenn es möglich ist, gegen jeden, der sich nicht wehren kann. Machen die Guten in den Videospielen doch auch.
Aber halt nicht gegen mich.

Allerdings sieht es düster aus.

Denn dummerweise bin ich kerngesund.
Mist aber auch! Dabei hatte ich Möglichkeiten!
Wie ich durch das tolle vorgefertigte Formular festgestellt habe, bin ich nämlich weder schwerbehindert noch arbeitslos, Spätaussiedler oder beim Katastrophenschutz.

Also was tun?
Na, wenn kein Fall bis jetzt zutrifft, ändern wir das halt spontan.
Und da steht ja auch was:
“ [ ] Ich bin verheiratet/eingetragener Lebenspartner und möchte vom Wehrdienst befreit werden.“

Na also, das ist doch mal was. Ich muss nur in den nächsten zwei Jahren irgendwann mal heiraten und schon bin ich aus dem Schneider.
Also, gibt’s Interessenten?
Vielleicht jemanden, der sich auch drücken will?
Nur keine falsche Schüchternheit, meldet euch in den Comments!
Natürlich wären Frauen bevorzugt, aber manchmal muss man halt Opfer bringen.
Ich denke, ich frage auch einfach mal quer durch die elfte Jahrgangsstufe, irgendwo findet sich schon eine, die mir auf die Frage nicht direkt eine schmiert.
Vielleicht mache ich ja Urlaub in Las Vegas.
Wir werden sehen…

Ich könnte übrigens auch meine böse Saat in die Welt setzen und mich dann als Erziehungsberechtigter vor dem Wehrdienst drücken.
…gibts‘ Interessenten?