Es gibt da ja durchaus ab und zu so ein paar Sachen, die ich nicht verstehe.

Jetzt sagt ihr natürlich alle – Unmöglich! Der Eden versteht alles und weiß alles! Und dazu ist er noch unfassbar attraktiv, fährt ein verdammt geiles Auto und hat sowieso den längsten Schlong von allen.
Aber ich muss euch an dieser Stelle enttäuschen – das stimmt leider nicht.
Zumindest nicht ALLES davon.

Denn obwohl ich tatsächlich die manchmal für andere fast nervtötende Angewohnheit habe, alles, was mich interessiert, erstmal gründlich zu analysieren und mir autodidaktisch mehr darüber beizubringen, um es zu verstehen (und natürlich unfassbar attraktiv bin, ein verdammt geiles Auto fahre und einen unfassbar langen Schlong habe), gibt es Themen und Sachverhalte, da stoße ich an meine Grenzen.
Weil es mich einfach nicht genug interessiert, um dran zu bleiben, oder weil mir bestimmte dazu nötige Denkweisen nicht einleuchten wollen.
Quantenmechanik zum Beispiel. Französisch. Oder Frauen (Ich wette, das hat jetzt mindestens die Hälfte kommen sehen).
Und was heutzutage eigentlich los ist, dass jeder noch so blöde Vollidiot ohne jedes erkennbare Talent als „Promi“ gilt, womit dann sofort jeder noch so beschissen unbedeutende Aspekt seines beschissen unbedeutenden Lebens eine Schlagzeile abgibt.
Ich denke, die Leute, die der heutigen Medienlandschaft ähnlich kritisch gegenüberstehen wie ich, verstehen sofort, was ich meine.
Aber für alle anderen – und weil ich halt einfach gern ewig lange boshafte Texte über Leute schreibe, die glauben, ihre wertvolle Existenz der Öffentlichkeit präsentieren zu müssen – ein paar mehr oder weniger bekannte Beispiele.

Paris Hilton – Oh ja, die darf nicht fehlen. Zumal sie ein Paradebeispiel für den Punkt ist, den ich eingangs angeschnitten habe. Ich verstehe es einfach nicht. Warum ist die so interessant? Zugegeben, sie ist zuweilen in einem durchaus amüsanten Ausmaß einfach nur berauschend blöd, aber was ist daran so toll? Schaut euch mal in eurem persönlichen Umfeld um, ich bin sicher, da findet ihr genug berauschend blöde Leute. Und mit allem, was sie tut, beweist sie eigentlich immer wieder nur, dass sie außer blöd sein nichts drauf hat.
Schauspielern? HAHA!
Singen? Niemals.
Denken? Vergiss es.

Und was ist mit diesem schwachsinnigen Gelaber über sie als „It-girl“ und Trendsetterin? Nur weil ihr die richtigen Leute, die öffentlich niemals in Erscheinung treten, morgens ihre Sachen zum Anziehen hinlegen?
Hat meine Mutter früher auch gemacht.
Vielleicht hatte sie halt einfach nicht den richtigen Geschmack und den Instinkt einer Trendsetterin.
Verdammt aber auch! Diese Versagerin!

Was ich da sehe, WENN ich ab und zu mal etwas sehe, ist einfach nur eine berauschend blöde und unbedeutende Frau. Die sogar noch ein unglaublich langweiliger Fick zu sein scheint.
Womit sie zumindest das Klischee „Blöd fickt gut.“ glänzend widerlegt.

(Und ja, ich hab‘ das entsprechende Filmchen gesehen. Auch der so anständige und brave Eden hatte eine dreckige, versaute Jugend. =>)

Aber es gibt da auch genügend deutsche Beispiele, schauen wir mal… wie wär’s mit…

Boris Becker?
Mal ernsthaft, was hat dieser Mann heutzutage noch im öffentlichen Rampenlicht zu suchen? Was kann der? Was zeichnet ihn dermaßen aus, dass es irgendwie Interesse rechtfertigen würde?
Erinnert sich überhaupt noch irgendjemand daran, dass der angeblich mal Tennis gespielt hat und deswegen berühmt wurde? Macht er nämlich nicht mehr.
Heutzutage müsste man bei seinem Fall ja den Eindruck bekommen, dass es für das Endziel Prominenz schon reicht, eine läufige gehirnamputierte Fotze auf Beinen nach der anderen zu vögeln. (Ich hatte kurz überlegt, hier das Wort Nutte zu verwenden, aber ich wollte die Berufsgruppe nicht diffamieren. Immerhin sind die nicht umsonst.)
Gut, vielleicht ist dieser Eindruck gar nicht so falsch.

Aber was macht der sonst eigentlich noch großartig? Gut, läufige gehirnamputierte Fotzen schwängern und läufige gehirnamputierte Fotzen heiraten.
Ist aber auch nicht so besonders, das machen außer ihm noch viele andere.
Und um die aufschreiende Fraktion weiblicher Leser an dieser Stelle zu besänftigen: Ja, auch Boris Becker ist am Ende nur ein notgeiler gehirnamputierter Schwanz auf Beinen.

Wir halten also fest: Der sicherste, anstrengungsloseste Weg zu Prominenz scheint mittlerweile zu sein, ein Körperteil von einer als prominent bezeichneten Person in sich stecken gehabt zu haben, respektive eines der eigenen Körperteile in eine als prominent bezeichnete Person zu stecken.
Verdammt, wenn ihr euch gut anstellt, sagen wir, immer wieder demonstriert, wie unglaublich blöd ihr seid, schafft ihr’s damit vielleicht sogar, länger als zwei Tage prominent zu bleiben! Beispiele gibt’s genug.
Aber am Ende, ob prominent oder nicht, seid ihr eben einfach doch nur berauschend blöd.

Mal ganz zu schweigen von der Invasion der Medien durch Heerscharen von Menschen, die sich entweder selbst als prominent sehen oder von anderen gehyped werden (ProSieben und seine „Topmodels“ und „Popstars“).
Früher sprach man da von B-Prominenz, irgendwann schien das dann zu hochgesteckt und die C-Promis waren geboren. Heute ist selbst das eine scheinbar etablierte Berufsbezeichnung, derer sich keiner der Betroffenen schämt – ganz im Gegenteil, man schämt sich ja sowieso für nichts mehr – und einige Zyniker fangen schon an, von Z-Promis zu reden.
Wobei das immer noch zu hoch gestapelt ist.
Das Alphabet hat einfach zu wenige Buchstaben.

Da ist mir beim Durchblättern unserer Fernsehzeitung vor Kurzem ein durchaus gutes Beispiel ins Auge gefallen; Ich weiß nicht, wie viele mit dem Titel „Das perfekte Promi Dinner“ etwas anfangen können.
Hier mal die Beschreibung der Fernsehzeitung (9. Mai, VOX, 20:15):
„Sie sind Dinnerpartys gewohnt, genießen auf Galas die köstlichsten Speisen und bekommen im Edelrestaurant von Profikellnern (Anm.: von PROFIkellnern? O rly? Wer klatscht denn dann uns in unseren billigen Kaschemmen das Fressen auf den Tisch? Der Müllmann?) die erlesensten Weine serviert. Doch wie stellen sich Prominente wie Saskia Valencia, Raúl Richter, Detlef D! Soost und Peer Kusmagk selber als Gastgeber an?“
Da denkt man sich dann natürlich „AH JA! Die… und der…die doch…das Dings da gemacht haben, von wegen…ähm…wer?“

Zugegeben, Detlef D!!! Soost kennt man. NATÜRLICH kennt man den. Wie könnte man Detlef D!!!!1 Soost auch entkommen, mittlerweile? Gut halb Deutschland müsste ja mittlerweile von ihm gecastet worden sein. Mir persönlich – Überraschung – hängt Detlef D!!!!111einself Soost schon seit der ersten Popstars-staffel einfach nur zum Hals raus, aber scheinbar hat der Rest Deutschlands immer noch nicht genug von diesem… Wesen.
Scheint in dem Fall also das gewaltige Zugpferd der entsprechenden Folge zu sein.
Wer wollte nicht schon immer mal wissen, wie sich die Person, die man überhaupt nicht ausstehen kann und am liebsten nie wieder sehen würde, beim Kochen und Essen anstellt?
Naja, ich.
Aber auf mich hört ja keiner, im Allgemeinen.

Aber wer sind denn dann die ganzen anderen Gehirnlosen in der Riege der Volksverblöder?
Natürlich habe ich da als verantwortungsbewusster Blogger gleich mal recherchiert, was hinter diesen Namen steht.

Google und wikipedia förderten dann folgende Erkenntnisse über die neuere Menschheitsgeschichte zutage:

Saskia Valencia, geb. Gehrke (* 21. Juli 1964 in Rostock), ist eine deutsche Schauspielerin und Fernsehmoderatorin, die vor allem in der Rolle der Journalistin Saskia Rother in der RTL-Soap Gute Zeiten – Schlechte Zeiten (1993–1996) und als Rechtsanwältin Maren Waldner (2003–2008) in der ZDF-Serie Unser Charly bekannt wurde.

Ah ja!
Das macht in zweierlei Beziehung Sinn; Erstens, warum ich noch nie von ihr gehört habe, und zweitens, warum sie in diese Show passt. Da sind die Zielgruppen ja fast deckungsgleich.

Über Raúl Richter wiederum wird spekuliert, dass er wohl Schauspieler und Synchronsprecher sei, unter anderem bei – Überraschung! – GZSZ.

Bekannt wurde Raúl Richter durch die Rolle des Dominik Gundlach in der RTL-Seifenoper Gute Zeiten, schlechte Zeiten, in der er seit Ende 2007 zu sehen ist. Seine Filmrolle sieht der Schauspieler trotz seines GZSZ-Erfolges inzwischen mittlerweise kritisch. Die Figur sei „zu pubertär“ und als „Weichei“ angelegt.

Darüber hinaus ist er seit 1999 als Synchronsprecher tätig, u.a. in den Filmen Dragonball Z als Dende, Power Rangers als Xander, Queer as Folk als Cody oder bei Desperate Housewives als Sam Allen.

Hand hoch, wer findet noch, dass die beiden Absätze inhaltlich irgendwie nicht zusammenpassen?
Lieber Raúl, wer bei GZSZ mitspielt, Dende und einen Power Ranger synchronisiert, der sollte um Worte wie „pubertär“ oder „Weichei“ einen großen, einen gewaltigen, einen erdumrundenden Bogen machen.

Kusmagk startete seine Fernsehkarriere beim DSF. Anschließend spielte Kusmagk in der RTL-Seifenoper Gute Zeiten, schlechte Zeiten (Anmerkung des Autors: Erkennt jemand ein Muster?) von 2001 bis 2003 als Ben Bachmann eine Hauptrolle. Daneben war er bei VOX und ProSieben tätig.

Was soll denn das, ist das hier eine GZSZ-Reunion?
Meine persönliche Vermutung ist ja, dass drei Viertel dieser Stars, die exklusive Dinnerpartys und Galas mit den köstlichsten Speisen gewohnt sind, einfach so froh waren, überhaupt mal wieder einen Job und was zu essen zu bekommen, dass sie VOX kostenlos das Studio gestürmt haben.
Vielleicht lehne ich mich damit aber zu weit aus dem Fenster.
Kann sein.

Jetzte stelle ich mir nach alldem allerdings die Frage: Wer sieht sich das an? Wen interessiert das, wer von denen kochen kann und wer nicht? Wie kann das sein, dass GZSZ immer noch läuft, wo die doch langsam jedes überdramatisierte Szenario und jede noch so schmalzige Personenkonstellation fünf Mal durchhaben müssten? Wie viel Ausrufezeichen kann ein einzelner Name vertragen? Warum kurbeln wir nicht die Konjunktur der Rüstungsindustrie an und führen wieder Standgerichte und Erschießungen ein, um die loszuwerden? Was ist das, woher kommt diese Faszination der Masse für Menschen, die genauso blöd und unfähig oder noch blöder und unfähiger sind als sie selbst? Selbst wenn sie schon lange nichts mehr tun oder sagen, was irgendwie einen signifikanten Wert für die Gesellschaft hätte?
Ich versuche ja durchaus öfter mal, wenn ich merke, dass ich mich zu sehr in etwas hineinsteigere, mich zurückzulehnen, durchzuatmen und mein Gegenüber zu verstehen.
Aber hier stoße ich einfach an meine Grenzen.
Wirklich. Ich begreife es nicht.
Kann mir das irgendjemand erklären?

Zumal, wenn sie nur Vorbilder und Objekte gottesgleicher Verherrlichung oder Idealisierung sind, WEIL sie prominent sind… dann ist das für mich einfach lächerlich.
Das sind Menschen. Die irren sich, die machen Fehler, die bauen Scheiße, die benehmen sich ab und zu wie die letzten Idioten. Wobei ich das Phänomen, dass genau die, die sich ganz besonders schamlos und absichtlich wie Arschlöcher aufführen, nicht selten gar am meisten idealisiert werden, am wenigsten von allem verstehe.
Und wenn dahinter das Verlangen steht, sich selbst auf diese Leute zu reflektieren, weil man auch gerne prominent wäre… dann bleibt lieber bei der Möglichkeit, die das Reinstecken von Körperteilen in Körperöffnungen eines anderen Menschen beinhaltet. Geht schneller, ist realitätsnäher, und funktioniert bei den heutigen Medien bestimmt.

Und vielleicht rotten sie sich dann ja irgendwann über Geschlechtskrankheiten alle gegenseitig aus und Leute wie wir haben unsere Ruhe.

Wie auch immer, um hier das geschriebene Äquivalent eines Cliffhangers abzuliefern und weil es meiner Meinung nach thematisch zwei deutlich unterscheidbare Gedankengänge sind, das war der erste Teil meiner persönlichen Meinung zur modernen Prominentenobsession, der zweite Teil kommt in Bälde.
Stay sharp, stay tuned.
(… Das wollte ich einfach schon immer mal schreiben. =D)

Gezeichnet,
Eden E! Unzensiert

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